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Der SC Paderborn steigt völlig überraschend in die Bundesliga auf – und schafft somit den Durchmarsch von der 3. in die 1. Liga. Doch was nun? Hat der Kader die Klasse für die Beletage des deutschen Fußballs? Eine zukünftige Kooperation könnte der Baumgart-Truppe helfen. Sie birgt aber auch Gefahren. 

Spieler der Saison: Philipp Klement war der herausragende Spieler in der abgelaufenen Zweitligasaison. Mit 226 Punkte war er auch bei Comunio der überragende Akteur. Umso bitterer für Paderborn und Klement selbst, dass er vor dem nicht für möglich gehaltenen Aufstieg mit den Westfalen beim VfB Stuttgart zusagte – und somit in der kommenden Saison auch wieder in der 2. Liga ran muss.

Enttäuschung der Saison: Wenn man sich den Kader anschaut und damit am Ende in die Bundesliga aufsteigt, kann und darf es eigentlich keine Enttäuschung geben. Selbst Spieler wie Marlon Ritter, die durchaus talentiert sind, aber nicht wie erhofft zum Zug kamen (lediglich vier Startelfeinsätze) oder Routinier Uwe Hünemeier (18 Startelfeinsätze, 75 Punkte) haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass das Wunder in Paderborn wirklich wahr wurde.

Größte Baustelle: Der Abgang von Klement tut dem SCP natürlich unglaublich weh. Durch die zukünftige Kooperation mit RB Leipzig aber könnte der qualitative Verlaust aufgefangen werden. Möglich, dass der eine oder andere RB-Akteur zum Aufsteiger wechselt, wenn er in Leipzig keine Chance auf Spielzeit und in Paderborn Bedarf besteht. Wenn man sich den Kader so anschaut herrscht vor allem in der Offensive Not. Mit Bernard Tekpeteys (vorübergehender) Rückkehr zum FC Schalke und dem Abgang von Klement drückt dort der Schuh am akutesten.

Die zehn besten Paderborner der Saison

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Platz 10: Babacar Gueye (Sturm), 77 Punkte - Foto: Imago Images/pmk

Mögliche Probleme: Die fehlende Erfahrung könnte ein richtiges Problem werden. Der Kader hat – aktuell – kein Bundesliga-Niveau. Allerdings schwimmen die Paderborner durch den Durchmarsch aktuell auf einer Euphoriewelle – und die darf man nicht unterschätzen. Zudem könnte die RB-Kooperation sportlich zumindest sehr weiterhelfen. In Sachen Prestige, Beliebtheit und Fan-Unterstützung könnte diese Aktion aber auch ein Eigentor werden.

Mögliche Überraschungen: Ziemlich schwierig, weil in dem unbekannten Kader so ziemlich jeder Spieler eine Überraschung werden könnte. Sven Michel aber spielte schon in der abgelaufenen Saison eine wichtige Rolle – und könnte tatsächlich auch in der Bundesliga überzeugen. Im Fußball-Oberhaus hat der 28-Jährige zwar noch keine Sekunde gespielt, mit seiner Mentalität und seinem Spielverständnis traut man Michel auch dort den einen oder anderen Treffer zu. Ob es zehn Tore und sieben Assists (wie in der 2. Liga) werden, muss dabei allerdings abgewartet werden.

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Youngster to watch: Sebastian Vasiliadis. Der 21-Jährige, der vergangenen Sommer vom VfR Aalen nach Paderborn kam, spielte eine bockstarke Saison. Mit sechs Treffern und zehn Vorlagen gehörte Vasiliadis im zentralen Mittelfeld zu den Erfolgsgaranten der Paderborner. Mit Spannung wird seine Debütsaison in der Bundesliga erwartet.   

Gerüchteküche: Die ersten Gerüchte gab es kurz nach bekanntwerden der Kooperation mit RB Leipzig. So wurden Bruma und Jean-Kevin Augustin als mögliche Neuzugänge gehandelt. Beide Offensivspieler kamen beim Pokalfinalisten nicht auf die erhofften Einsätze und könnten daher nach Paderborn kommen. Zudem soll man Interesse an Marius Bülter vom SC Magdeburg und Ismail Jakobs, einem Nachwuchsspieler vom 1. FC Köln, haben.

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Zugänge: Marcel Hilßner (Hansa Rostock, ablösefrei), Cauly (MSV Duisburg), Luca Klian (BVB II), Streli Mamba (Energie Cottbus), Johannes Dörfler (KFC Uerdingen), Jan-Luca Rumpf (Spfr. Siegen), Jannik Huth (1. FSV Mainz 05), Riet Kapic (Grasshoppers Zürich), Justin Reineke (eigene Jugend), Felix Drinkuth (SF Lotte), Phillip Tietz (Carl-Zeiss Jena, alle Leih-Ende) 

Abgänge: Philipp Klement (VfB Stuttgart, 2,5 Mio.), Bernard Tekpetey (FC Schalke 04, 2,50 Mio.), Lukas Bieder, Sascha Heil (beide Ziel unbekannt), Felix Herzenbruch (RW Essen, ablösefrei),

Sommerfahrplan: 28. Juni – Trainingsauftakt (3-tägige Leistungsdiagnostik), 30. Juni – erstes öffentliches Training, 3. Juli – Testspiel gegen VfB Salzkotten, 6. Juli – Testspiel gegen Ipswich Town, 12. Juli – Testspiel gegen Delbrückers SC, 16. Juli – Testspiel gegen Norwich City

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Autor: Florian Schimak

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