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Der BVB investiert rund 25 Millionen Euro für einen Teenager. Jude Bellingham hätte nahezu überall hinwechseln können und hat enormes Potenzial. Kann er sich aber auch kurzfristig schon durchsetzen?

Position: Jude Bellingham ist der Inbegriff eines so genannten Box-to-Box-Spielers, der im zentralen Mittelfeld auf der Achter-Position agiert. Neben einem resoluten Zweikampfverhalten zeichnet Bellingham auf ein guter Zug nach vorne aus. Deshalb kam er auch schon mehrfach auf der Zehner-Position hinter den Spitzen zum Einsatz.

Oft agiert Bellingham aber auch auf dem Flügel. Der gelernte Rechtsfuß hat sowohl im rechten als auch im linken Mittelfeld in der laufenden Saison gespielt. Ein klassischer Sechser ist er hingegen eher nicht, wenngleich nicht ausgeschlossen sein dürfte, dass er diese Position – zumindest in einer Doppelsechs – auch spielen kann. In England gibt es bereits erste Vergleiche mit den Legenden Steven Gerrard oder Frank Lampard.

Bisherige Karriere: Tja, viel gibt es hier gar nicht zu sagen, schließlich ist der Junge gerade erst 17 geworden. Aber immerhin: Mit 16 Jahren hatte er bereits 38 Pflichtspiele in der zweitklassigen englischen Championship für Birmingham City absolviert. Dabei war er nicht nur jüngster eingesetzter Spieler, sondern auch jüngster Torschütze der Klub-Historie. 

Die Championship ist dabei alles andere als eine Liga für Schönspieler. Hier geht es bisweilen gnadenlos hart zur Sache. Dass sich der junge Bellingham neben seinem spielerischen Können dabei auch körperlich so gut behaupten konnte, hat die Aufmerksamkeit sämtlicher Großklubs auf ihn gezogen. Zuletzt waren auch Manchester United und der FC Bayern ernsthafte Kandidaten, doch Bellingham, der auch für Englands U18 aufläuft, hat sich nach den positiven Beispielen von Jadon Sancho, Giovanni Reyna, Christian Pulisic und Co. bewusst für den BVB entschieden, wo junge Talente schnell zu Weltklasse-Leute reifen können. 

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Einstiegsmarktwert: Mit zehn Millionen bewegt sich Bellingham gleich mal auf dem Preisniveau gestandener Mittelfeld-Punktelieferanten vom Schlag eines Florian Neuhaus oder Robert Skov. Beim BVB schafft er es damit aber gerade noch so in die Top-11. 

Situation: Bellingham hat ohne Zweifel das Potenzial, auch in Dortmund schnell zum Stammspieler zu werden. Der Engländer gilt als zweikampfstark, technisch versiert und enorm schnell. Sein Entdecker Daniel Dodds sagt: „Er hat einfach alles. Die Art, wie er sich bewegt, seine technischen Fähigkeiten. Er hat eine unglaubliche Spielintelligenz, sein taktisches Wissen ist herausragend. Er ist mindestens so gut wie alles, was ich bisher je gesehen habe.“

Alleine die hohe Ablösesumme – er ist mit Abstand der teuerste Minderjährige der Bundesliga-Geschichte – dürfte ein Indiz dafür sein, dass er schneller herangeführt wird als etwa Mateu Morey zuletzt. Rein körperlich sollte die Anpassung an die Bundesliga tatsächlich kein Problem sein.

Etwas schwieriger dürfte es jedoch werden, dass durchaus komplexe Spielsystem Favre schnell zu verinnerlichen und sich gegen die namhafte Konkurrenz durchzusetzen. Hier gilt es nunmal, Namen wie Axel Witsel, Emre Can, Julian Brandt oder auch Marco Reus auf die Bank zu verdrängen. Eine hohe Flexibilität bringt Bellingham jedoch auch als Alternative für Raphael Guerreiro oder Neuzugang Thomas Meunier ins Gespräch – sofern der BVB weiterhin am System mit Dreier-Abwehrkette festhält. 

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Marktwertpotenzial: Sehr hoch. Jeder Comunio Manager wird mit diesen Kauf einen zweiten Jadon Sancho erwarten. Doch so einfach wird es nicht. Zumindest kurzfristig. Es wäre schon eine Überraschung, wenn Bellingham zu Beginn der Saison in der Dortmunder Startelf auftauchen würde. Wahrscheinlich wird er vielmehr über Joker-Einsätze herangeführt und muss auf seine Chance durch Verletzungen und Sperren hoffen. 

Der große Durchbruch im Laufe der Saison würde aber gewiss niemanden schocken. Dann sind dauerhaft auch zweistellige Millionenbeträge drin, die Bellingham vor dem 1. Spieltag noch verhältnismäßig leicht erreichen sollte, ehe es dann wieder deutlich absinkt. Schnelle Millionen sind also durchaus machbar mit diesem Spieler. 

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