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Mit Philippe Coutinho hat der FC Bayern diese Transferphase letztlich doch noch positiv beendet. Im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (6:1) stand der Brasilianer nun auch gleich zum ersten Mal in der Startelf – sehr zum Leidwesen anderer Stars. ComunioMagazin nennt fünf Akteure, die unter der Coutinho-Verpflichtung leiden könnten.

Leon Goretzka (Mittelfeld, 8,20 Mio., – Punkte)

Der Nationalspieler kam bislang noch keine Minute zum Einsatz, was aber daran lag, dass Goretzka verletzt war. Vergangenes Wochenende war er zwar fit, stand im Kader, bekam von Niko Kovac keine Minuten, weil der Coach lieber Michael Cuisance und Alphonso Davies Einsatzzeiten in der bereits entschiedenen Partie geben wollte.

Das ist bitter für Goretzka, denn auch bei der Nationalmannschaft hat der 24-Jährige aktuell keinen Platz in der Startformation. Immer wieder brachten ihn kleinere Verletzungen bei den Bayern aus dem Tritt. Mit der Verpflichtung von Coutinho wird es im 4-1-4-1- (oder 4-3-3-) System von Kovac für Goretzka noch schwerer, einen Platz zu finden.

Zwar kann er auf der Acht und der Sechs spielen, doch mit Thiago und Joshua Kimmich haben aktuell zwei Spieler klar die Nase vorn. Zumal Goretzka nicht der einzige Akteur ist, der auf diesen Positionen noch spielen kann.

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Corentin Tolisso (Mittelfeld, 4,68 Mio., 2 Punkte)

Auch für den Franzosen, der ein ähnlicher Spielertyp wie Goretzka ist, wird es zukünftig nicht einfacher werden, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Zumal wie bereits erwähnt, aktuell Kimmich von Kovac gerne im Mittelfeld eingesetzt wird.

Eigentlich war man davon ausgegangen, dass die aktuelle Spielzeit der Durchbruch des Weltmeisters bei den Bayern werden sollte, doch durch den Coutinho-Transfer könnte das schwierig werden. Wenn Kovac Thiago auf der Acht neben Coutinho bringt, bleiben für Tolisso und Goretzka nur Plätze auf der Bank.

Gibt Thiago den alleinigen Sechser, ist der Platz neben Coutinho frei – dann kämpfen die beiden um eben diesen Platz. Allerdings gibt es dafür noch einen dritten Mitstreiter.

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Thomas Müller (Sturm, 7,80 Mio., 11 Punkte)

Der Weltmeister von 2014 fühlt sich im Zentrum auch wesentlich wohler als auf der Außenbahn. Zur Zeit aber ist ihm weder das eine noch das andere vergönnt. Die Realität für Müller heißt: Bankplatz!

Der 29-Jährige ist zwar flexibel einsetzbar, für eine feste Rolle im Kovac-System ist das aber kein Vorteil. Coutinho spielt eine ähnliche Position wie Müller und wird vermutlich immer den Vorzug bekommen. Alleine weil er kommenden Sommer für 120 Millionen Euro verpflichtet werden soll.

Für Müller wird es schwierig, auf regelmäßige Einsatzzeiten zu kommen. Zwar hat er bereits 165 von 270 möglichen Minuten in dieser Spielzeit absolviert – einen Stammplatz aber wird er wohl über die Saison weg nicht mehr haben.

Serge Gnabry (Sturm, 10,56 Mio., 12 Punkte)

Der eigentlich größte Konkurrenz von Gnabry ist sein eigener Körper. Immer wieder hat der 23-Jährige mit Muskelverletzungen zu kämpfen. Mit Ivan Perisic hat er zudem auch einen direkten Konkurrenten auf seiner Position hinzubekommen.

Allerdings will Kovac je nach Gegner Coutinho auch hin und wieder auf dem linken Flügel einsetzen und Kingsley Coman auf rechts ziehen. Darunter würde Gnabry leiden, der bereits gegen Mainz 90 Minuten auf der Bank schmorte. 

Wenn Gnabry die eine oder andere Pause bekommt, könnte das seinem Körper möglicherweise gut tun. Wie das nach der wirklich starken vergangenen Saison aber sein Ego verträgt, muss abgewartet werden. 

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Jerome Boateng (Abwehr, 2,53 Mio., – Punkte)

Auf den ersten Blick erschließt sich nicht, warum Boateng ein Leidtragender des Coutinho-Transfers sein soll. Doch bei genauerer Betrachten und einigen Taktikspielchen erkennt man, dass die Einsatzchancen des Innenverteidigers nun fast gegen Null tendieren könnten.

Abgesehen davon, dass der FC Bayern bereit war, ihn kurz vor Transferschluss zu Juventus Turin abzugeben (Juve und Boateng konnte sich aber nicht einigen), spricht noch eine andere Komponente für eine (weitere) frustrierende Spielzeit für Boateng. 

Im zentralen Mittelfeld ist mit der Verpflichtung von Coutinho ein absolutes Überangebot an herausragenden Spieler vorhanden. Somit wird es für Javi Martinez schwer, auf der Sechs zu Zug zukommen. Also dürfte der Spanier als Backup für die Innenverteidigung vorgesehen werden – und steht in der Hierarchie noch vor Boateng. 

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Autor: Florian Schimak

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