Das Training von Hertha BSC

Foto: © imago images / Metodi Popow
Nach drei Niederlagen steht bei Hertha BSC alles auf dem Prüfstand. Der Kader wurde nochmal durchgemischt, drei Neuzugänge suchen ihren Platz. Wie stellt Trainer Pal Dardai nach der Länderspielpause auf?

Tor: Schwolow vor Christensen

Schon im letzten Jahr hat Alexander Schwolow seinen Stammplatz unter Pal Dardai verloren. Nun kam mit Oliver Christensen ein neuer Herausforderer für den ehemaligen Freiburger. Muss Schwolow um seinen Status als Nummer eins bangen?

Zunächst dürfte Dardai noch von einem Torwartwechsel absehen. Mittelfristig muss Schwolow allerdings weniger Gegentore schlucken, um seinen Platz zu verteidigen. In Stein gemeißelt ist die Rangliste der Berliner Torhüter nicht.


Abwehr: Dreier- oder Viererkette?

Bislang hat die Hertha dreimal mit einer Viererkette agiert, was bei drei Niederlagen keine Aussage für die Zukunft trifft. Niklas Stark und Dedryck Boyata werden mit Marton Dardai entweder einen Konkurrenten oder einen weiteren Partner in der Innenverteidigung bekommen, sobald der Sohn des Trainers wieder fit ist. Torunarigha und Klünter stehen hinten an.

In der Außenverteidigung sind die Rollen klar verteilt. Plattenhardt steht vor Mittelstädt, der den Etablierten bei Verletzung vertritt. Auf der rechten Seite ist Pekarik die sichere Option für eine Viererkette, Zeefuik die offensivere Variante vor einer Dreierkette.

Die Top-Elf des 3. Spieltags

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Tor: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) - 10 Punkte | Foto: imago images / Jan Huebner

Mittelfeld: Fünf hingeschmierte Bewerbungen

Suat Serdar und Kevin-Prince Boateng stießen im Sommer als prominente Verstärkungen zur Alten Dame. Für Lucas Tousart und Santiago Ascacibar hat man im Jahr 2020 stolze 35 Millionen Euro ausgegeben. Auch Dauerläufer Vladimir Darida ist noch da. Und doch zeigen die ersten Spieltage: Die Hertha hat ein Mittelfeldproblem.

Tousart und Ascacibar performen unter den Erwartungen, Serdar bislang auch, Boateng ist verletzungsanfällig und Darida hat noch keine Rolle gespielt. Mit Jurgen Ekkelenkamp kommt nun frischer Wind für die Zehn oder die Acht. Wer behauptet sich in diesem Konkurrenzkampf?

Rein von der Qualität hat eine Doppelsechs Boateng-Tousart die besten Chancen, Ascacibar und Darida sind die Herausforderer. Auf der Zehn, so Dardai mit einer Zehn agiert, kämpfen Serdar und Ekkelenkamp um den Stammplatz; beide kommen auch als Partner von Tousart oder Ascacibar eine Reihe tiefer infrage. Gerade jetzt gilt: Wer Leistung und Einsatz zeigt, wird belohnt werden.

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Sturm: Neue Optionen, neues Glück

Dodi Lukebakio und Javairo Dilrosun waren in der Vorbereitung die einzigen Berliner Flügelspieler, trotzdem sind jetzt beide weg. Fredi Bobic hat die Offensive ausgemistet, mit Marco Richter und Myziane Maolida zwei neue Außen geholt. Dazu kommt Stevan Jovetic, der jede Position im Angriff einnehmen kann.

Jovetic ist aktuell noch angeschlagen, dürfte bei voller Fitness aber Stammspieler sein. So kämpfen Richter und Maolida um einen Platz – ein offenes Rennen. Überzeugen die beiden spät eingetroffenen Neuzugänge, können sie auch gemeinsam mit Jovetic das Angriffstrio oder die Dreierreihe hinter einem Mittelstürmer bilden.

Nach einem Rippenbruch wird Davie Selke wohl erst Ende September zurückkehren. Das gibt Ishak Belfodil die Chance, sich in neuem Dress zu beweisen. Dardai kann sich zudem auf die Rückkehr von Krzysztof Piatek freuen, der seit Mitte Mai wegen einer Sprunggelenksfraktur pausieren musste und nun langsam an das Team herangeführt wird.

Piatek wird wohl schon in den kommenden Wochen wieder Einsatzzeit bekommen. Qualitativ ist er Herthas bester Stürmer, unter Dardai hatte er bislang einen schweren Stand. Selke konnte in seinen drei Einsätzen kaum Argumente sammeln – jetzt gibt es dieselbe Chance für die Konkurrenz.

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