Marc-Oliver Kempf: Direkt Stammplatz bei Hertha BSC?

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Bei Hertha BSC ist im Winter viel passiert. Vier Spieler haben den Verein verlassen, vier neue wurden verpflichtet. Wir analysieren, auf welchen Positionen sich die Konkurrenzsituation durch die Neuzugänge verschärft.

Auf der Abgabenseite des Bundesligisten stehen die beiden Stürmer Krzysztof Piatek und Dennis Jastrzembski sowie die Verteidiger Jordan Torunarigha und Deyovaisio Zeefuik.

Neu dafür im Team sind die beiden Rechtsaußen Dong-jun Lee und Kelian Nsona sowie Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf und Linksverteidiger Fredrik Andre Björkan. Besonders die beiden letztgenannten könnten einigen Stammkräften direkt den Platz in der Startelf streitig machen.

Fredrik Andre Björkan: Dreikampf mit Mittelstädt und Plattenhardt

Der Transfer von Fredrik Andre Björkan zum Hauptstadtclub kam zunächst etwas überraschend. Schließlich sind die Berliner auf der Position des Linksverteidigers mit Maxi Mittelstädt und Marvin Plattenhardt gleich doppelt besetzt.

Dem Norweger wird in Berlin jedoch offenbar einiges zugetraut. Der Neuzugang zeichnet sich durch gute Geschwindigkeit aus und traut sich dabei auch offensiv durchaus mal in Dribblings zu gehen. Mit seinen 23 Jahren dürfte er zudem noch einiges an Entwicklungspotenzial mitbringen.

Gegen den FC Bayern München und die Bochumer kam Björkan jeweils von der Bank ins Spiel. Die Hierarchie links hinten könnte sich jedoch schon zeitnah verschieben. Maxi Mittelstädt überzeugt aktuell nicht zwingend in jedem Spiel, Marvin Plattenhardts beste Tage bei Hertha BSC sind schon ein wenig her. Mit guten Trainingsleistungen könnte sich der Norweger vor die beiden Konkurrenten schieben.

Eine weitere Variante ist, dass Mittelstädt eine Position nach vorne ins Mittelfeld rutscht und Björkan links hinten übernimmt. Hier würde Myziane Maolida als Konkurrent warten.


Marc-Oliver Kempf: In der Viererkette direkt gesetzt

Marc-Oliver Kempf war beim VfB Stuttgart und war bei den Herthanern schon länger als Verstärkung im Gespräch – spätestens im kommenden Sommer sollte der Transfer innerhalb der Bundesliga über die Bühne gehen. Nun wurde er schon vorgezogen und der Innenverteidiger ist direkt gefordert.

Hertha-Kapitän Boyata fehlte gegen Bochum verletzt mit einer Bänderverletzung. Torunarigha wurde kurz vor Transferschluss noch abgegeben. Fast von selbst rutschte Kempf nun also in die Innenverteidigung und zeigte eine ganz ansehnliche Leistung.

Seine großen Stärken sind seine Zweikämpfe und sein unbändiger Wille. Auch wenn Boyata oder auch Dardai aus ihren Verletzungen zurückkehren, könnte Marc-Oliver Kempf seinen Stammplatz durchaus behalten dürfen – dafür wurde er schließlich geholt.

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Dong-jun Lee und Kelian Nsona: Versprechen für die Zukunft

Dong-jun Lee war mit 800.000 Euro Ablöse der teuerste Neuzugang der Berliner und dürfte im aktuellen Kader als ehestes in Konkurrenz zu Marco Richter stehen. Fredi Bobic ist begeistert von Lees enormem Tempo und seinem Drang in die Tiefe.

Der Südkoreaner kam aus der K League 1 zur Hertha und muss sich zunächst an eine neue Sprache und ein neues Umfeld gewöhnen. Bemerkenswert ist jedoch, dass der 24-jährige direkt im ersten Spiel eingewechselt wurde. Und das noch vor Marco Richter. Es könnte also sein, dass sich Lee direkt in den engeren Kandidatenkreis für die Startelf spielt. Ein wenig Zeit sollten Fans und Comunio-Manager dem Südkoreaner aber dennoch geben. Eine solche Umstellung klappt meist nicht von heute auf morgen.

Als echtes Versprechen für die Zukunft kann der zweite Neue für die rechte Außenbahn betrachtet werden. Kelian Nsona kommt aus der französischen Ligue 2 nach Berlin und ist ähnlich wie Kempf ein Vorgriff auf den Sommer. Im Juli erlitt der Youngster einen Kreuzbandriss und muss nun langsam wieder aufgebaut werden. Er gilt als riesiges französisches Talent, das spätestens in der nächsten Saison von der Leine gelassen werden kann.

Mögliche Startaufstellung von Hertha BSC

Schwolow – Björkan, Kempf, Stark (Boyata), Pekarik – Mittelstädt (Maolida), Ascacibar, Serdar, Richter – Belfodil, Jovetic

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Autor: Markus Teschner

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