Zakaria El Ouahdi ist neu beim HSV

Foto: © imago images / Jan Huebner 
Der HSV hat mit Zakaria El Ouahdi eine neue Stammkraft für die rechte Schiene gefunden. Auch Terem Moffi kostete deutlich weniger, als sein Marktwert hergibt. Wir nehmen die beiden Hamburger Transfers unter die Lupe.

Zakaria El Ouahdi: Premium-Lösung für die HSV-Schiene

Position und bisherige Karriere: Zakaria El Ouahdi ist der offensivstarke Außenverteidiger, den der Hamburger SV für die rechte Schiene gesucht hat. Transfermarkt.de beziffert seinen Marktwert auf 17 Millionen Euro, die Rothosen bezahlten am Deadline Day etwa halb so viel. HSV-Sportdirektor Claus Costa bescheinigt ihm „Zielstrebigkeit, Tiefgang und Qualität im letzten Drittel“.

Der viermalige marokkanische Nationalspieler wurde in Belgien geboren und wechselte 2023 aus der zweiten Liga in die Jupiler Pro League. Für KRC Genk war El Ouahdi in den letzten drei Jahren ein Leistungsträger, in der vergangenen Saison überzeugte er mit sieben Ligatoren sowie vier Treffern in der Europa League. Insgesamt bringt er es in 73 Einsätzen in Belgiens höchster Spielklasse auf 16 Torbeteiligungen.

Situation: El Ouahdi wird beim HSV die klare Nummer eins auf der rechten Schiene sein. Nach dem Abgang von William Mikelbrencis hatte das Team von Merlin Polzin einen Nachfolger gesucht, und im 24-Jährigen eine Premium-Lösung gefunden. Bakery Jatta wird aller Voraussicht nach ein Backup für El Ouahdi sein.

Marktwert und Entwicklung: Bei Comunio kostet der Neuzugang zunächst vier Millionen. Durch den ersten Hype dürfte sein Marktwert auf fünf bis sechs Millionen steigen. Gelingt es El Ouahdi, sein Offensivpotenzial auch in der Bundesliga in Torbeteiligungen umzumünzen, wird er diesen Preis auch langfristig halten können.

 

Terem Moffi: HSV-Sturm komplett – Konkurent für Daka

Position und bisherige Karriere: Terem Moffi ist ein 1,88 Meter großer Mittelstürmer, der auch auf dem Flügel spielen kann. Für die nigerianische Nationalmannschaft erzielte er in bislang 23 Einsätzen sechs Tore. Beim Hamburger SV erhält er die Rückkennummer 9. „Er ist in der Lage, die Tiefe zu attackieren, hat eine enorme Präsenz im Strafraum und bringt die nötige Qualität mit dem Rücken zum Tor mit“, so Claus Costa.

Über Litauen und Belgien kam Moffi im Herbst 2020 nach Frankreich, wo er sich dem FC Lorient anschloss. 2023 ging es nach einer 18-Tore-Saison weiter zu OGC Nizza – für eine stolze Ablösesumme von 22,5 Millionen Euro. In seinem ersten Jahr in Nizza erzielte er elf Ligatreffer, im zweiten kam er nach einem Kreuzbandriss und siebenmonatiger Pause auf nur fünf Kurzeinsätze.

Seit seiner schweren Verletzung ist Moffi noch nicht in Topform gekommen. In der letzten Saison wurde er nach zwei Toren in zehn Spielen für die Rückrunde an den FC Porto ausgeliehen. In Porto erzielte er einen Treffer in neun Ligaeinsätzen. Nun wagt der 27-Jährige den Neuanfang beim HSV, der zwei Millionen Euro für ihn bezahlt.

Kaufempfehlungen 1-2 Mio.: Punktehamster in Augsburg - Bayer-Routinier gefragt
Calvin Brackelmann vom FC Augsburg

Beim FC Augsburg trumpft ein Innenverteidiger auf, bei Bayer Leverkusen empfiehlt sich ein Routinier und die TSG Hoffenheim setzt auf einen Youngster. Vier Comunio-Kaufempfehlungen zwischen einer und zwei Millionen!

Situation: Moffi komplettiert den Sturm des Hamburger SV – und wird mit Patson Daka um den Stammplatz konkurrieren. Zum Saisonauftakt wurde er eingewechselt und nahm zwei Comunio-Punkte mit. Auch eine Variante mit zwei Spitzen ist denkbar, in der Regel dürfte jedoch nur Moffi oder Daka gemeinsam mit Fabio Vieira und Albert Grönbaek das vordere Trio bilden. Dem anderen winkt dann die Jokerrolle.

Marktwert und Entwicklung: Von vier Millionen ging es zunächst auf fünf Millionen, inzwischen ist die Preistendenz wieder negativ. Sollte Moffi auch am 2. Spieltag nur von der Bank kommen, ohne stark zu punkten, dürfte sich sein Preis weiter nach unten bewegen. Sollte Moffi beim HSV wieder an alte Zeiten anknüpfen, kann es aber auch schnell wieder nach oben gehen.