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Zwar kam Markus Gisdol mit dem 1. FC Köln bei seinem Debüt gegen Leipzig unter die Räder, doch das kann aktuell gegen RB allen Clubs passieren. Welche Spieler unter dem neuen Coach gewinnen und welche verlieren, erfahrt ihr hier.

Gewinner

Anthony Modeste (3.290.000, 16 Punkte)

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, schließlich gibt es eine Hoffenheimer Vergangenheit zwischen Modeste und Gisdol. Die Frage war nur, ob das eine gute – oder eine schlechte war. Die einen sagen: Gisdol hat den damals noch weitgehend unbekannten Modeste nach Hoffenheim geholt. Die anderen sagen: Er hat ihn damals vom Hofe gejagt – weil ein gewisser Sven Schipplock Stürmer Nummer eins werden sollte.

Dass Gisdol Modeste, der unter Beierlorzer gar nicht mehr zum Zuge kam, nun stärken will und ihn gleich 90 Minuten durchspielen ließ, wirkt erst mal logisch. So langsam müsste der Franzose dann aber auch mal zünden. Ein Tor aus neun Spielen ist für einen Spieler von seinem Format zu wenig. Immerhin dürfte sein Marktwert kurzfristig steigen. 

Marco Höger (540.000, 8 Punkte)

Wo kam er denn auf einmal her? Im zentralen defensiven Mittelfeld gab es nach den Verpflichtungen von Verstraete und Skhiri, so wie nach den starken Auftritten von Aushilfssechser Hector eigentlich keinen Platz mehr für das Auslaufmodell Höger. Doch mit der Umstellung auf 4-3-3 wurde prompt ein neuer Platz in der Zentrale frei, den Höger immerhin 70 Minuten ausfüllen durfte. Dann kam die Erkenntnis, dass der 30-Jährige für die pfeilschnellen Leipziger vielleicht doch ein wenig zu langsam ist. Dennoch: 2 Punkte bei Comunio sind solide und sein Marktwert ist noch erschreckend niedrig. 

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An dieser Stelle präsentieren wir Spieler, die für verhältnismäßig wenig Investment stark punkten oder zumindest ihren Marktwert schnell steigern. Heute mit Leverkusens Moussa Diaby.

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Ismail Jakobs (700.000, 2 Punkte)

Erst im letzten Spiel unter Beierlorzer kam Jakobs zu seinem Bundesliga-Debüt. Dass auch gleich Gisdol voll auf den Youngster vertraute, dürfte in erster Linie an Co-Trainer Andre Pawlak liegen, der als großer Förderer des Talents gilt. Der 20-Jährige spielte auf Linksaußen gleich 90 Minuten durch, ging aber mit der gesamten Mannschaft unter. Trotzdem ist diese Aktie derzeit sehr heiß und immer noch günstig. 

Verlierer

Jhon Cordoba (3.410.000, 21 Punkte)

Gerade hatte sich Cordoba mit seinem ersten Saisontor befreit – und gegen Hoffenheim am 11. Spieltag auch wirklich ein gutes Spiel gemacht, musste er beim Gisdol-Debüt gleich 90 Minuten auf die Bank. Sehr bitter für den Kolumbianer. Bleibt ihm nur die Hoffnung, dass Modeste aus seinem Formtief nicht herauskommt. 

Simon Terodde (2.920.000, 27 Punkte)

Auch Terodde, der sich in den letzten Wochen überraschend zum Kölner Stürmer Nummer eins gemausert hatte, fällt dem neuen 4-3-3 und der gisdolschen Vorliebe für Modeste zum Opfer. Immerhin kam Terodde als erster Nachrücker von der Bank. Doch die Tage, wo man den 31-Jährigen regelmäßig in der Kölner Startelf sah, scheinen vorerst gezählt. 

Die Top-Elf des 12. Spieltags

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Tor: Koen Casteels (VfL Wolfsburg) - 11 Punkte | Bildquelle: imago images / HJS

Dominick Drexler (Mittelfeld, 1.310.000, 5 Punkte) und Louis Schaub (2.790.000, 25 Punkte)

In der vergangenen Aufstiegssaison war Drexler bisweilen der überragende Kölner. War er bei Beierlorzer zu Beginn der Saison noch klar gesetzt, ist er inzwischen zur Randfigur verkommen. Sein Problem: Er ist kein wirklicher Außenspieler und im Zentrum bevorzugt Gisdol im 4-3-3 lieber defensiv-stärkerer Spieler. Ganz ähnlich übrigens bei Louis Schaub, Drexler härtester Stammplatzkonkurrent. Beide schmorten gegen Leipzig volle 90 Minuten auf der Bank.

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Autor: Karol Herrmann

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