Deyovaisio Zeefuik sorgt für eine gute Mischung bei Hertha.

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„Manchmal braucht es eben länger“, wie sie bei Hertha sagen, aber jetzt ist er endlich da: Über zwei Monate kämpfte Bruno Labbadia um seinen Wunschspieler Deyovaisio Zeefuik. Gut möglich, dass der schnell nachweisen kann, ob er Geld und Mühen wert ist.

Position

Deyovaisio Zeefuik füllt in Herthas Kaderplanung eine große Leerstelle: Hinten rechts war rund um Routinier Peter Pekarik nicht viel los. Mit dem 22-jährigen Niederländer hat Hertha-Trainer Bruno Labbadia nun seine Wunschlösung bekommen. Im ersten Einsatz im Hertha-Trikot gelang dem Neuen direkt ein Assist: Im internen Testspiel flankte Zeefuik auf Krzysztof Piatek, der Pole traf zum 3:0. Allzu viele Scorerpunkte sollten sich geneigte Comunio-Manager allerdings nicht erhoffen: In immerhin 75 Spielen in der Eredivisie traf Zeefuik nur einmal, immerhin fünf Torvorlagen stehen in den Büchern.


Bisherige Karriere

Drei Jahre spielte Zeefuik zuletzt beim FC Groningen in der Eredivisie, in der nach 26 Spieltagen abgebrochenen Saison 2019/20 verpasste der 1,77 Meter große Verteidiger keine einzige Sekunde. Nun ist der FC Groningen nicht eben ein Name, der die Ohren des geneigten Hertha-Anhängers oder Comunio-Manager zum Schlackern bringt. Aber wer das Willkommens-Statement von Michael Preetz liest, bekommt eine Ahnung, dass in diesem Transfer mehr steckt.

„Mit Deyovaisio bekommen wir einen leidenschaftlichen Profi, der in Amsterdam eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen und sich sowohl auf Klubebene, als auch in den niederländischen U-Mannschaften bereits bewiesen hat“, verriet Preetz am vergangenen Donnerstag. Ajax, niederländische U-Nationalmannschaften. Qualitätsmerkmale! Bei Ajax gehörte Zeefuik zwei Jahre zum Profikader, hinterließ da jedoch keinen nachhallenden Eindruck. Mit 19 wechselte er dann schon nach Groningen, in U19, U20 und U21 machte er insgesamt 24 Länderspiele in Orange. Und jetzt also: Hertha!

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Einstiegsmarktwert

4.000.000 für einen, der ohne Stammplatzgarantie und ohne nennenswerte internationale Schnupperstunden zu einem Bundesliga-Mittelklasse-Verein – oder wie sie es in der Hauptstadt nennen: Big City Club – kommt? Da ist erstmal kurz Durchschnaufen angesagt. Aber mei, die Preise sind hoch derzeit. Und inzwischen steht der Mann sogar bei 5.190.000. So ist Zeefuik natürlich in diesen Tagen noch ein absolutes Liebhaberobjekt, solange Team, Spieler und Trainer noch in der Orientierungsphase sind.

Situation

Peter Pekarik, 33-jähriger Haudegen und Rechtsverteidiger bekam gerade erst seinen Vertrag verlängert. Unter Bruno Labbadia genießt der Slowake Anerkennung, in seinen neun Saisonspielen nach langer Verletzungspause lieferte der Routinier solide ab. Die Zukunft ist er nicht, die ist Zeefuik. Wann die Zukunft in der Hauptstadt beginnt, ist aber die Frage. „Wir sind froh, dass er sich entschieden hat, den nächsten Schritt in seiner Laufbahn bei uns zu machen“, sagte Preetz und das klingt eher nicht nach Perspektivspieler. Zwei Monate hat man an der Spree um den Neuen gerungen und gekämpft. Gut möglich, dass wir Zeefuik ganz schnell auf den Rasen der Bundesliga sehen werden.

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Marktwertpotenzial

Wo soll es denn bitte von 5.190.000 Millionen für einen Rechtsverteidiger ohne Einsatzgarantie noch hingehen? Wer kurzfristig ein bisschen Geld verbrennen möchte, sollte schnell zuschlagen. Es fehlt trotz eines nur langsam abkühlenden Transfermarktes derzeit wahrlich die Fantasie, da große Sprünge herbeizureden. Wer gleich am Donnerstag zugeschlagen hat, als Zeefuik für einen Einstiegsmarktwert von 4.000.000 auf den Markt kam, hat schon einen ordentlichen Schnapp gemacht. Aber lass dann mal den Saisonstart kommen …

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Autor: ComunioMagazin

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