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80 Millionen Euro hat der FC Bayern für den teuersten Bundesliga-Spieler der Historie an Atletico überwiesen. Dabei ist der Franzose ein Abwehrspieler und ohnehin erst einmal verletzt. Wir untersuchen das Comunio-Potenzial von Lucas Hernandez.

Position: Hernandez ist ein polvalenter Verteidiger, wie man im modernen Fußballsprech zu sagen pflegt. Soll im Detail heißen: Der 23-Jährige kann genauso gut als Innenverteidiger wie auch als Linksverteidiger agieren. Betrachtet man seine Pflichtspiele bei Atletico Madrid, so hält sich ziemlich genau die Waage, was Einsätze im Zentrum und auf der linken Seite betrifft. In der französichen Nationalelf wurde Hernandez bislang jedoch ausschließlich als Linksverteidiger eingesetzt. So könnte er bei Bayern eine ideale Ergänzung zum Vielspieler David Alaba sein. Auf dieser Position ist er aber deutlich weniger offensivfreudig zu erwarten als der Österreicher. Tore und Torbeteiligungen sind nicht die Stärken des Franzosen. Für die Innenverteidigung bekommen die Bayern hingegen einen äußerst zweikampfstarken, handlungsschnellen und enorm temporeichen Spieler.

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Platz 9: Lukas Klostermann (RB Leipzig), 115 Punkte, Bildquelle: imago images / Christian Schroedter

Bisherige Karriere: Lucas Hernandez wurde zwar im französischen Marseille geboren, zog aber bereits im Alter von vier Jahren nach Madrid. Sein Vater Jean-Francois spielte seinerzeit bereits für Atletico. Der Filius durchlief bei Atletico schließlich alle Jugendmannschaften und debütierte 2014 in der spanischen La Liga. Dass er in fünf Spielzeiten lediglich 67 Einsätze vorzuweisen hat, liegt hauptsächlich daran, dass er sich erst in der Saison 2017/18 als Stammkraft durchsetzen konnte. 2018/19 kam er aufgrund von Knieproblemen nur auf 14 Einsätze. Dieses Problem wurde nun operativ behandelt, ob Hernandez zum 1. Spieltag fit sein wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Und obwohl sich Hernandez nach eigenen Aussagen eher als Spanier als Franzose fühlt, hat er lehrbuchmäßig alle U-Nationalmannschaften der Equipe Tricolore durchlaufen. Gerne hätte er für Spanien gespielt, doch dort ließ der Pass zu lange auf sich warten. Kurz vor der WM wurde er schließlich französischer Nationalspieler und als Stammkraft auf der linken Abwehrseite schließlich Weltmeister. 15 Mal hat er insgesamt für die Franzosen gespielt.

Einstiegsmarktwert: Mit 10 Mio. geht es gleich richtig ans Eingemachte. Hernandez ist damit gleich mal mit großem Abstand teuerste Abwehrspieler bei Comunio und gut 2,5 Mio teuerer als sein künftiger Kollege Joshua Kimmich, der immerhin 224 Punkte holen konnte.

Situation: Die Erwartungen sind natürlich riesig, wenn Bayern die Schatulle mal derart öffnet. Und die Frage, ob er Franzose eine solche Ablösesumme rechtfertigt, ist durchaus berechtigt. 80 Millionen Euro mag vielleicht über Marktwert sein, doch hätte Bayern den Spieler ohne die festgeschriebene Ablöse wohl kaum bekommen. Im Verbund mit Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart bekommt Bayern nun die Weltmeister-Außenverteidigung. So schlecht ist das nicht. Zumal der 23_Jährige auch schon die Europa League gewonnen hat reichlich Erfahrung in der Champions League aufweist.

Ein wenig Zweifel sind aber bei allem Talent berechtigt: Den Platz neben Niklas Süler muss sich Hernandez erst einmal erkämpfen. Mats Hummels wird sicher einiges dagegen haben. Das gleiche gilt bei David Alaba auf der linken Seite. Ein wenig Sorge macht auch die Knieverletzung – ein Schaden im Innenband, wie bei der sportmedizinischen Untersuchung festgestellt wurde. Wann Hernandez wieder voll fit ist, steht derzeit noch nicht im Ansatz fest. Und über eine Sache sollten sich Comunio-Manager auch bewusst sein. Punkte durch Tore wird es voraussichtlich nicht allzu oft geben: Ein seiner Profikarriere hat Hernandez bisher gerade erst einen Treffer erzielt.

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Marktwertpotenzial: Schnell zugreifen, wenn Hernandez auf den Markt kommt. Spieler in dieser Kategorie steigern erst einmla rasant an. Hier dürfte sich die ein- oder andere Million im Schlaf verdienen lassen. Dann gilt es aber aufgepasst, den exakten Punkt zu finden, wo der Peak erreicht wird. Mehr als 10 Mio. wird der Franzose wohl kaum halten können. Zum Vergleich: Selbst ein Johsua Kimmich, unter allen Abwehrspielern 2018/19 in seiner eigenen Liga, konnte selten deutlich mehr an Makrtwert generieren.

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