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Während viele etablierte Bundesliga-Spieler schon länger bei ihren Marktwerten stagnieren sind es – wie sollte es anders sein – die Neuzugänge, die ordentlich zulegen. Wir sagen euch, welche. 

Tahith Chong (Werder Bremen, Sturm, 11.840.000, Steigerung gegenüber der Vorwoche: 43,7 Prozent)

Mit der Leihe des hoch veranlagten Niederländers von Manchester United haben sich beide Seiten viel versprochen. Der Flügelstürmer sollte in einer idealen Welt jene Lücke füllen, die Milot Rashica wohl oder übel reißen wird. Das und vor allem seine Herkunft von Manchester United machen den 20-Jährigen natürlich zu einem Objekt der Begierde auf dem Transfermarkt. Da er aber gerade erst fünf Premier-League-Spiele vorweisen kann, schwingt auch ein gewisses Risiko mit. Von daher ist die Steigerung von 3,6 Mio binnen einer Woche noch verhältnismäßig moderat für diese Personalie.

Valentino Lazaro (Borussia Mönchengladbach, Mittelfeld, 12.300.000, Steigerung gegenüber der Vorwoche: 53,8 Prozent)

Anders die Situation bei Lazaro, schließlich kennen den neuen Gladbacher noch viele Comunio-Manager bestens aus erfolgreichen Hertha-Zeiten. Vom stolzen Einstiegsmarktwert 8 Mio. konnte der Österreicher gleich mal 4,3 Mio. zulegen. Irgendwann dürfte hier dann aber auch mal langsam das Ende der Fahnenstange erreicht sein, denn erstens ist Lazaro gewiss kein Mann für 200 Punkte und zweitens hat er nach einer schwierigen Zeit bei Inter Mailand noch längst keinen Stammplatz im Team von Marco Rose sicher.

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Bartosz Bialek (VfL Wolfsburg, Sturm, 6.700.000, Steigerung gegenüber der Vorwoche: 67,5 Prozent)

Bei der Vorstellung des Polen kam im Comunio Magazin schnell der Vergleich mit Robert Lewandowski auf. Wer den gerade einmal 18-Jährigen zum Einstiegspreis von vier Mio. schießen konnte, darf sich derzeit über satte Zinsen freuen, allerdings gilt hier auch höchste Vorsicht. Im stark besetzten Wolfsburger Sturm bleibt für Bialek hinter Wout Weghorst und Daniel Ginczek aktuell nicht mehr als die Nummer drei. Wenn er sich nicht nachhaltig durch Jokereinsätze empfehlen kann, wird diese Aktie zu Saisonbeginn ganz schnell wieder nacht unten gehen. 

Reinier (Borussia Dortmund, Mittelfeld, 26.040.000, Steigerung gegenüber der Vorwoche: 73,6 Prozent)

Dortmunder Neuzugänge gehen durch die Decke, egal wie teuer sie bei Comunio eingelaufen sind. Das ist zumindest die Erkenntnis der letzten beiden Jahre. Von Haaland und Bellingham waren wir zuletzt schon absurde Marktwertsphären gewohnt, doch was hier gerade passiert, ist rational nur noch schwer nachzuvollziehen. Mal ganz objektiv betrachtet ist es etwa so, dass ein 18-Jähriger, der letzte Saison in der dritten spanischen Liga gespielt hat, aktuell teurer ist als Granden wie Sancho, Haaland, Gnabry oder Kimmich. Und zwar deutlich.


Dass man mit Reinier (das sagten wir bei seiner Verpflichtung) noch einmal solch einen Hype erleben kann, hätten wir nicht gedacht. Die Realität dürfte aber ein wenig ernüchternder sein: Der Brasilianer hat noch einen ordentlichen Rückstand aufzuholen und die Konkurrenzsituation um den aufstrebenden Giovanni Reyna und dem bald wiedergenesenen Marco Reus dürfte ihm kurzfristig nicht in die Karten spielen. 

Momo Cisse (VfB Stuttgart, Sturm, 1.330.000, Steigerung gegenüber der Vorwoche: 82,2 Prozent)

Während Reinier in der letzten Woche satte elf Millionen zulegen konnte, waren es bei Momo Cisse nur 600.000. Das führte aber immerhin zu einer relativen Marktwertsteigerung von 82,2 Prozent – der größten in der vergangenen Woche. Der 17-Jährige kommt aus der Jugend des französischen Zweitligisten AC Le Havre und dürfte demnach komplett unbekannt sein. Aber wenn Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat (u.a. Entdecker von Shinji Kagawa, Jadon Sancho oder Ousmane Dembele) schon so große Stücke auf ihn hält, könnte das tatsächlich was werden. Cisse soll fester Bestandteil der Profis sein und langsam herangeführt werden. Im besten Falle könnte der Außenstürmer jedoch in die Fußstapfen des abwanderungswilligen Nicholas Gonzales treten.

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Autor: Karol Herrmann

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