Besonders interessant sind für Comunio-Manager Spieler, die aus dem Ausland in die Bundesliga wechseln. Doch auch Transfers innerhalb der Bundesliga haben ihren Reiz. Neuer Verein, neues Glück? Wir beleuchten die Situation von drei Spielern, die aufgrund mangelnder Spielpraxis innerhalb der Bundesliga gewechselt sind, und schätzen ihre Einsatzchancen beim neuen Verein ein.

Levin Öztunali

Uwe Seelers Enkel ist zurück im hohen Norden. Beim Hamburger SV hatte er die Jugendabteilung durchlaufen, in Zukunft kickt er für Werder Bremen. Für eineinhalb Jahre wechselt der Mittelfeldspieler auf Leihbasis von Bayer Leverkusen in die Hansestadt. Im hochkarätig besetzten Mittelfeld der Werkself konnte er sich seit seinem Wechsel im Sommer 2013 nicht durchsetzen. In der Hinrunde dieser Saison kam er nur auf 150 Spielminuten. In Bremen dürfte es für ihn einfacher werden, Einsatzzeit zu erhalten. Der U19-Europameister kann in der von Viktor Skripnik reanimierten Mittelfeld-Raute nahezu jede Position bekleiden. Zu Hause ist der Allrounder aber auf der Sechs vor der Abwehr.

Öztunali glänzt durch eine starke Technik und ein gutes Spielverständnis, und bringt damit hervorragende Voraussetzungen für diese Position mit. Bei Werder dürften seine härtesten Konkurrenten der wiedererstarkte Phlipp Bargfrede und Zlatko Junuzovic sein. Als 18-Jähriger passt Öztunali perfekt in die wiederentdeckte Werder-Philosophie, auf junge und entwicklungsfähige Spieler zu setzen. In Viktor Skripnik haben sie in Bremen wieder einen Coach, der diese Philosophie unterstützt, und jungen Spielern eine Chance gibt. Spieler wie Davie Selke und Melvyn Lorenzen haben davon in der Hinrunde schon profitiert. Zur Weiterentwicklung könnte Werder also genau der richtige Verein für Öztunali sein.

Comunioblog präsentiert: Die fünf Marktwert-Flops der Woche (KW 1)
comunio marktwert flops kw1 aubameyang

Seit dem 31.12.2014 ist der Gesamt-Marktwert unter 800 Millionen Euro gesunken. Diese Personalien haben in Kalenderwoche eins den größten Marktwert-Verlust einstreichen müssen.

weiterlesen...

Nils Petersen

Der eine kommt, der andere geht. Während Levin Öztunali für die Werder-Zukunft steht, repräsentiert Nils Petersen die junge Werder-Vergangenheit. Der 26-Jährige kam seit dem Trainerwechsel im Oktober nur noch ein Mal zum Einsatz und schließt sich nun auf Leihbasis für ein halbes Jahr dem SC Freiburg an. Die Breisgauer könnten einen treffsicheren Stürmer gut gebrauchen. Mit 17 Toren stellen sie zusammen mit dem 1.FC Köln die zweitschlechteste Offensive der Liga. Symptomatisch dafür: Mike Frantz ist als Mittelfeldspieler mit drei Treffern der erfolgreichste Schütze des Tabellenletzten. Fraglich ist, ob Petersen der Freiburger Offensivschwäche Abhilfe leisten kann. In Bremen erzielte er in 69 Spielen 18 Tore – eine ausbaufähige Bilanz.

Seit April letzten Jahres wartet der Stürmer auf ein Erfolgserlebnis, in dieser Saison stehen für ihn noch keine Comunio-Punkte zu Buche. Der Wechsel dürfte für Petersen einen Karriererückschritt darstellen. Allerdings könnte der ehemalige Torschützenkönig der zweiten Liga mit vielen Toren nicht nur den SC vor dem Abstieg bewahren, sondern auch Werbung in eigener Sache betreiben. In Christian Streichs 4-4-2-System hat der Neuzugang gute Chancen, zu Beginn der Rückrunde zusammen mit Admir Mehmedi von Beginn an aufzulaufen. Zwar konnte auch der schweizerische Nationalspieler in der Hinserie nur selten überzeugen (ein Treffer), doch Christian Streich weiß um die Qualitäten seines Starspielers und wird ihm weiter das Vertrauen schenken. Dafür müssen sich Sebastian Freis, Karim Guedé und Dani Schahin in der internen Stürmerhierarchie wohl hinter Petersen einordnen.

Afrika Cup 2015: Welche Bundesligaspieler fehlen, wer profitiert? – Teil 1

Der Afrika Cup (17.01. – 08.02.2015) ist neben den Bundesliga-Vereinen auch vielen Comunio-Managern ein Dorn im Auge. Wer frühzeitig plant, kann allerdings auch profitieren.

weiterlesen...

Dong-Won Ji

Aller guten Dinge sind drei. Das dachte sich wohl auch Dong-Won Ji. Zum mittlerweile dritten Mal wechselt er zum FC Augsburg. Sein erstes Gastspiel beim FCA gab er in der Rückrunde der Saison 2012/2013, als er mit fünf Treffern einen erheblichen Anteil am überraschenden Klassenerhalt der Fuggerstädter hatte. Nach einem kurzen Intermezzo bei seinem Stammverein FC Sunderland sicherte sich Borussia Dortmund die Dienste des 23-Jährigen und verlieh in der Rückrunde der Saison 2013/2014 direkt weiter nach Augsburg. Im vergangenen Sommer sollte Ji längerfristig seine Zelte beim BVB aufschlagen, doch dort fasste er nie wirklich Fuß. Etliche Verletzungen warfen ihn immer wieder aus der Bahn, in der Bundesliga kam er kein einziges Mal zum Einsatz.

Folglich also die Flucht aus Dortmund und der erneute Anlauf in Augsburg. Unbestritten ist, dass der Südkoreaner die Qualität im Augsburger Mittelfeld noch einmal deutlich erhöhen wird. Fraglich scheint aber, ob er sich auf Anhieb einen Platz in der ersten Elf sichern kann. Dagegen spricht: Spieler wie Halil Altintop, Markus Feulner oder Tobias Werner haben sich mit starken Leistungen in der Hinrunde viel Kredit erspielt. Ji wird sich wohl erst einmal hinten anstellen und auf seine Chance warten müssen. Augsburgs bislang einziger Neuzugang hat bei Comunio einen Marktwert von 1,84 Millionen. Tendenz: stark steigend.

Die Winterpause nutzen um am eigenen Team zu basteln? Hier geht’s direkt zu Comunio!