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Viel Licht und wenig Schatten offenbarte Borussia Dortmund in der Hinrunde. Auch auf Comunio rockten die Schwarz-Gelben, inbesondere in der Offensive. Wird der BVB in der Rückrunde etwa noch dem Meister gefährlich?

Die Situation

Aufatmen, BVB-Fans! Die Borussia aus dem Pott ist wieder wer. Nach der Seuchen-Hinrunde 2014 lieferten die Dortmunder in Thomas Tuchels Premierensaison eine Hinserie aufs Parkett, die sich sehen lässt. Vor allem zu Beginn der Spielzeit schienen die Schwarz-Gelben unaufhaltsam.

Elf Pflichtspielsiege in Serie feierte Tuchel mit seinen Mannen und feierte so das beste Debüt eines BVB-Trainers aller Zeiten. Nach fast einem Jahr waren es die Dortmunder, die den großen FC Bayern zwischen dem zweiten und dem fünften Spieltag von Platz 1 der Tabelle verdrängten.

Mittlerweile klafft zwischen dem BVB und dem Rivalen aus dem Süden schon wieder eine Lücke von acht Punkten. Das enorme Tempo der ersten Spieltage konnten die vielbelasteten Spieler schlichtweg nicht konstant durchziehen.

Dennoch sind die Verantwortlichen im Ruhrpott höchstzufrieden mit der bisherigen Performance des Teams. Ähnlich dürfte es auch Comunio-Managern ergehen, die auf BVB-Akteure setzten. Diese haben im Verbund nämlich bärenstarke 966 Punkte erzielt, was mit einem Abstand von über 300 Punkten für Platz zwei hinter den Bayern (1035) reicht.

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Auch indviduell überragend

In fast allen Mannschaftsteilen finden sich dabei Spieler mit herausragenden Leistungen. In der Abwehr dominiert Mats Hummels mit 74 Punkten, im Mittelfeld Henrikh Mkhitaryan mit 130 Zählern. Übertroffen wird der Armenier ligaweit nur noch von Tormaschine Pierre-Emerick Aubameyang, der auf unfassbare 142 Punkte kommt und damit der derzeit beste Comunio-Spieler der Bundesliga ist.

Insgesamt finden sich mit Ilkay Gündogan (94 Punkte), Shinji Kagawa (98), Mkhitaryan und Aubameyang gleich vier BVB-Akteure in den Top 10 – und damit mehr als von jedem sonstigen Verein.

Die größte Überraschung im Kader ist jedoch Julian Weigl. Der Youngster spielt seine erste Saison im deutschen Oberhaus und legte dabei eine sensationelle Hinrunde aufs Parkett. Die Folge: 62 Punkte, was ihn zu einem der Top-Jungspieler in der Liga macht.

Weniger gute Nachrichten vermeldeten die Dortmunder auf dem Transfermarkt. Dort mussten sie Adnan Januzaj (Manchester United) und Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) ziehen lassen, sodass Thomas Tuchel nun weniger Optionen zur Verfügung stehen.

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Das sagten wir vor der Saison

In unserer Saisonvorschau zeigten wir uns vorsichtig optimistisch und trauten dem BVB nach Klopps Seuchenjahr die sichere Champions-League-Qualifikation zu. Unsere Erwartungen haben die Dortmunder erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen.

Wie der BVB stellenweise auftrat, wie die Mannschaft Fußball zelebrierte, war erste Sahne und so nicht zu erwarten. In dieser Verfassung wird die Tuchel-Elf ab der kommenden Saison definitiv wieder in der Königsklasse vertreten sein.

Dabei zeigt sich einmal mehr, wie sehr Fußball im Kopf stattfindet. Spieler wie Henrikh Mkhitaryan oder Shinji Kagawa, bei denen man in der vergangenen Spielzeit noch an der Erstliga-Tauglichkeit zweifeln durfte, sind nun die Zugpferde des Aufschwungs. Dieser Effekt ist mit Sicherheit auch auf die Arbeit Thomas Tuchels zurückzuführen.

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Marco Reus. Wie bitte? Ja, Marco Reus! Der Nationalspieler hat eine Hinrunde hinter sich, die mindestens ebenso viele Tiefen wie Höhen aufweist. Gemessen an seinen Fähigkeiten und den Erwartungen flog Reus in der ersten Saisonhälfte noch etwas unter dem Radar, im Rampenlicht standen die Kollegen Aubameyang, Mkhitaryan, Weigl & Co.

Schlecht ist es keinesfalls gewesen, was Marco Reus ablieferte. Sonst stünde er nicht bei acht Toren und zwei Assists. Dennoch steht es außer Frage, dass der begnadete Techniker noch mindestens eine Schippe drauflegen kann. Das zeigt sich auch bei Comunio, wo er mit 75 Punkten gut, aber nicht herausragend performt.

Wird Reus in der Rückrunde explodieren und in die Sphären seiner besten Teamkollegen aufsteigen? Oder wird es nicht die Spielzeit des Marco Reus? Man darf gespannt sein.

Prognose

Aus Vereinssicht ist es eine tolle Nachricht, auch ohne eine herausragenden Marco Reus sensationellen Fußball zu spielen. Genau das ist in der Hinrunde nämlich passiert. Und es spricht vieles dafür, dass sich das auch so fortsetzt. Thomas Tuchel ist erst ein halbes Jahr im Pott und hatte nun in der Winterpause Zeit, seine Philosophie weiter und tiefer in den Köpfen seiner Spieler zu verankern. Die Abgänge von Adnan Januzaj und Jonas Hofmann sind ungünstig, aber zu verschmerzen.

Wenn die Mannschaft es also schafft, die Ergebnisse des Saisonbeginns zu wiederholen, könnte man sogar noch zu den Bayern aufschließen, vorausgesetzt diese Schwächeln im Frühling wie schon in den vergangenen Jahren. Der einzige, der sich diesbezüglich optimistisch zeigt, ist Toptorjäger Pierre-Emerick Aubameyang, der prognostizierte: Bayern wird nicht Meister! Na dann, gutes Gelingen!

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Autor: Philipp Awounou

Leidenschaftlicher Schreiber und Student an der Sporthochschule Köln;)

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