Janni Serra und Florian Krüger sind neu in Bielefeld

Foto: © imago images / Dünhölter SportPresseFoto
Arminia Bielefeld hat einige Leistungsträger verloren, jedoch schnell Ersatz verpflichtet. Aktuell spielt Frank Kramer eine Dreierkette ein – bislang mit mäßigem Erfolg. Klappt der Klassenerhalt auch im schwierigen zweiten Jahr?

Kaderwert: 40.360.000
Comunio-Platzierung: 16
Bester Spieler der Vorsaison: Amos Pieper (124 Punkte)

Die Situation

Vor der Saison hatten die meisten Fans und Experten Arminia Bielefeld als Absteiger Nummer eins auf dem Zettel. Erwartungsgemäß hielt sich der Aufsteiger das ganze Jahr über im Abstiegskampf auf, oftmals auch unter dem Strich, und ein Trainerwechsel schien das Schicksal der Arminia zu besiegeln.

Frank Kramer jedoch ließ die Zweifler verstummen, indem er ein defensiv kompaktes Team formte, das am Ende sogar den direkten Klassenerhalt klarmachte. Damit war das erste Kapitel des Bundesliga-Comebacks abgeschlossen – die harte Arbeit begann jedoch erst.

Nach Saisonende hatten zunächst nur 13 Feldspieler einen Vertrag für die neue Spielzeit, einige davon auch nur bis 2022. Ritsu Doan, Andreas Voglsammer, Arne Maier und Anderson Lucoqui sind nur einige der Stammspieler, die den Verein verließen, ohne auch nur einen Cent in die Kassen der Arminia zu spülen.


Geschäftsführer Samir Arabi machte im Hintergrund einen herausragenden Job und zog schnell Neuzugänge mit Qualität an Land, darunter Janni Serra von Holstein Kiel, Bryan Lasme vom FC Sochaux, Alessandro Schöpf von Schalke 04, Guilherme Ramos von Feirense und Florian Krüger von Erzgebirge Aue. Kein Neuzugang kostete mehr als 1,2 Millionen Euro, der Kader für die neue Spielzeit war schnell zusammen.

Auch das ist aber nur ein Zwischenschritt, denn es gilt, diese neue Truppe wieder einzuspielen. Dabei setzt Kramer bislang auf ein 3-5-2-System, das gegen den VfB Stuttgart fünf Tore kassierte. Die Zeit, die rundum erneuerte Mannschaft einzuspielen, wird noch dringend benötigt.

Alle Saisonvorschauen im Überblick

Mögliche Stammaufstellung

Ortega Moreno – Ramos (Schöpf), Pieper, Nilsson – Brunner, Prietl, Vasiliadis (Kunze / Hartel), Laursen – Okugawa – Lasme (Krüger), Serra (Klos)

Hinweis: Auch ein 4-4-2-System ist denkbar – dann muss Ramos aus der Innenverteidigung weichen.

Die besten Abwehrspieler der Saison 2020/21

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Platz 10: Amos Pieper (Arminia Bielefeld) - 124 Punkte | Foto: imago images / Pressefoto Baumann

 

Comunios Player to watch

Masaya Okugawa. Von allen Bielefelder Offensivspielern ist der Japaner der kreativste, er überzeugte schon in der letzten Rückrunde. Der Spielmacher konnte als einziger Leihspieler gehalten werden, bei ihm legte sich Arabi besonders ins Zeug. Er wird unter Kramer weiterhin eine wichtige Rolle spielen und das Angriffsspiel der Arminia maßgeblich mitprägen.

Youngster to watch

Bryan Lasme. Der 22-Jährige kommt vom FC Sochaux aus der zweiten französischen Liga, mit neun Saisontoren im Gepäck. Als schneller Spieler, der sowohl als zweite Spitze als auch über den Flügel kommen kann, hat er im Kader der Arminia ein Alleinstellungsmerkmal. Schafft er es, seine Qualitäten einzubringen, wird er ein besonders wertvoller Spieler sein.

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Prognose

Das zweite Jahr wird für die Arminia nicht leichter als das erste. Zwar stellt Bielefeld nur noch den drittgünstigsten Kader – Fürth und Bochum starten mit noch weniger finanziellen Möglichkeiten -, doch die vielen Veränderungen wollen erst eingespielt werden.

Der Saisonstart wird richtungsweisend, ein potenzieller Fehlstart darf die Arminia nicht beunruhigen. Frank Kramer hat bewiesen, dass er ein taktisch gewiefter Trainer mit einer guten Ansprache ist. Gibt man ihm Zeit, ist die Chance auf den Klassenerhalt höher, als wenn man die sorgfältige Kaderplanung früh wieder über den Haufen wirft.

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Guilherme Ramos (Feirense, 1,2 Mio.), Bryan Lasme (Sochaux, 1 Mio.), Florian Krüger (Aue, 1 Mio.), Janni Serra (Kiel, ablösefrei), Sebastian Vasiliadis (Paderborn, ablösefrei), Alessandro Schöpf (Schalke, ablösefrei)

Abgänge: Ritsu Doan (Eindhoven, Leih-Ende), Arne Maier (Hertha BSC, Leih-Ende), Michel Vlap (Anderlecht, Leih-Ende), Sergio Cordova (Augsburg, Leih-Ende), Andreas Voglsammer (Union Berlin, ablösefrei), Anderson Lucoqui (Mainz, ablösefrei), Sven Schipplock (Stuttgart II, ablösefrei), Cebio Soukou (Sandhausen, ablösefrei), Joan Simun Edmundsson (Beveren, ablösefrei), Reinhold Yabo (Karriereende)

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