Foto: © imago images / Andreas Gora
Trotz einer Menge Geld und teurer Transfers landete Hertha BSC im Abstiegskampf. Nun soll Fredi Bobic verhindern, dass die Berliner ein zweiter HSV werden. Die Umgestaltung des Kaders gestaltet sich jedoch schwierig.
Kaderwert: 79.250.000
Comunio-Platzierung: 8
Bester Spieler der Vorsaison: Matheus Cunha (123 Punkte)
Die Situation
Investoren können Fluch und Segen sein, oftmals beides zugleich. Seit Lars Windhorst mit großen Ambitionen bei Hertha BSC eingestiegen ist, wurde viel Geld in die Hand genommen, sportlich aber kein Fortschritt erzielt. Im Gegenteil: Die vergangene Saison hätte beinahe mit dem Abstieg geendet.
Rund 150 Millionen Euro hat die Hertha in den letzten beiden Jahren in neue Spieler investiert. Alleine für Lucas Tousart und Krzysztof Piatek wurden knapp 50 Millionen ausgegeben, auch Dodi Lukebakio kostete 20 Millionen. Gerade die beiden Offensivmänner erwiesen sich bislang als Enttäuschungen.
Die regelmäßigen Trainerwechsel sollen mit der Rückkehr des Urgesteins Pal Dardai enden, auch auf der Geschäftsführer-Position wurde nun mehr Kompetenz installiert. Fredi Bobic soll den Kader ausmisten und dabei ein ebenso glückliches Händchen beweisen wie in den letzten Jahren bei Eintracht Frankfurt.
Das Problem: Jeder weiß, zu welchen Investitionen Hertha BSC finanziell in der Lage ist – und dadurch steigen die Preise automatisch. Das weiß auch Bobic, der sich mit dem 20-Millionen-Deal für Jhon Cordoba schon als starker Verkäufer ausweisen konnte, auf der Kaufseite aber noch einiges vorhat.
Immerhin: Mit Suat Serdar von Schalke 04 und der Rückkehr des erfahrenen Kevin-Prince Boateng wurde die Baustelle Mittelfeld frühzeitig gelöst. Unter der Woche wurde auch Stevan Jovetic verpflichtet, ein namhafter Nachfolger für Cordoba, der allerdings verletzungsanfällig ist. Der Einstand des Angreifers, ein Doppelpack beim 4:3-Erfolg über Liverpool, macht Hoffnung.
Auf dem Flügel ist die Lücke noch groß, vor allem, falls Lukebakio noch verkauft werden sollte. Je mehr Zeit im Transferfenster verstreicht, destro größer wird die Gefahr, am Ende mit teuren Verzweiflungstransfers doch wieder daneben zu liegen. Zum Glück der Berliner ist Bobic nicht dafür bekannt, die Nerven zu verlieren.
Alle Saisonvorschauen im Überblick
Mögliche Stammaufstellung
Schwolow – Boyata (Klünter), Stark, Dardai – Zeefuik, Boateng, Tousart (Ascacibar), Plattenhardt (Mittelstädt) – Serdar – Jovetic, Cunha
Hinweis: Die Transferplanungen sind noch nicht abgeschlossen. Auch ein 4-3-3-System ist denkbar, wenn noch Flügelspieler verpflichtet werden.































