In Gelsenkirchen herrscht mal wieder Unruhe: Der schlechte Saisonstart schlägt ordentlich auf das Gemüt. Was sollten Comunio-Manager jetzt am besten tun? Eines ist sicher: Die Preise sind gut!

Jens Keller kann einem leidtun. Seit dem Beginn seiner Amtszeit am Ernst-Kuzorra-Weg köcheln die Diskussionen ob seiner Ablösung vor sich hin.

Die Rückendeckung seiner Vorgesetzten, die Erfüllung der Saisonziele in Form der Qualifikation zur Champions League – nichts scheint dem 43-Jährigen ein neues Standing in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Selbst die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte, in der Keller Anfang des Jahres 36 Zähler holte, beruhigte die Kritiker nicht.

Allerdings ist auch klar, dass kein Geschäft schnelllebiger ist, als der Fußball. Und so ist es wenig verwunderlich, dass der Trainer nach dem verpatzten Saisonstart wieder massiv in der öffentlichen Kritik steht.

Die Fakten: Der FC Schalke 04 hat keine der ersten drei Partien in der Bundesliga gewonnen und dazu sieben Tore kassiert.

Den einzigen Punkt holten die Knappen ausgerechnet gegen den FC Bayern im heimischen Stadion. Königsblau verpasste es aber, den Schwung aus dieser umkämpften Partie mitzunehmen: Die 1:4-Niederlage in Gladbach ließ alle Hoffnungen auf Besserung wie eine Seifenblase zerplatzen.

Doch nicht nur der schlechte Start in die Bundesliga drückt auf die Stimmung. Schon im DFB-Pokal schied Schalke in der ersten Runde gegen den Drittligisten Dynamo Dresden aus dem Wettbewerb.

Allerdings muss in den Kontext gesetzt werden, dass sich Jens Keller wieder mal mit unzähligen Verletzten oder angeschlagenen Spielern herumschlagen muss.

Zurzeit fehlen Jefferson Farfan, Leon Goretzka, Benedikt Höwedes, Joel Matip, Felipe Santana, Jan Kirchhoff, Sead Kolasinac, Christian Fuchs und Atsuto Uchida. Darüber hinaus kommen mit Julian Draxler, Klaas-Jan Huntelaar und Max Meyer drei Akteure mehr oder weniger aus dem Lazarett – Wunderdinge sind ohne richtigen Rhythmus nur schwer zu erwarten.

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Die Comunio-Stats: Bei solch einem suboptimalen Start in die neue Saison leiden natürlich die Statistiken Comunios. Schalke hat nach drei Partien im Oberhaus 164 Gegnerpunkte zugelassen und ist damit zurzeit die schlechteste Mannschaft der Liga.

Zur Verdeutlichung: Der SC Paderborn hat mit 23 Millionen Euro die Hälfte des Schalker Comunio-Marktwerts, im gleichen Zeitraum allerdings auch nur 70 Zähler des Gegners zugelassen.

Auch die eingefahrenen Punkte der Gelsenkirchener sind eher auf Abstiegskampfniveau. Bislang sind dort 51 Einheiten gesammelt worden – sogar der krisengeschüttelte Hamburger SV hat mehr.

Ebenfalls hat Schalke einen erheblichen Marktwertverlust erfahren müssen. In den letzten zwei Monaten fiel das Kadervolumen von 75 auf 46 Millionen Euro. Das ist aber nicht nur an den Leistungen festzumachen – die Verletztemisere hat den Wert ebenfalls ordentlich nach unten geschraubt.

Schalke Spieler im Comunio-Kader: Bislang sammelten lediglich neun Spieler aus dem Schalke Kader positive Punkte. Bester Akteur ist Kapitän Benedikt Höwedes, der mit seinen 13 Zählern momentan auch zu den zehn besten Verteidigern Comunios gehört. Allerdings hat sich der Weltmeister am Hüftbeuger verletzt und wird mehrere Wochen ausfallen.

Zurzeit kostet er über drei Millionen Euro – Geld, das bei Verkauf in frisches und vor allem fittes Personal investiert werden kann. Oder ein, zwei Tage warten, um den 26-Jährigen dann für einen netten Preis zu kaufen?

Überhaupt ermöglicht der schlechte Saisonstart verbunden mit der Verletztenmisere den Comunionisten einige tolle Optionen. Klaas-Jan Huntelaar ist zum Beispiel für rund sechs Millionen Euro zu haben. Damit ist das Preisschild so günstig wie seit vier Monaten nicht mehr.

Oder wie wäre es mit Max Meyer? Schalkes Offensivtalent sammelte im letzten Jahr 102 Punkte – gemessen an seinen Möglichkeiten ist sein momentaner Marktwert von 2,8 Millionen Euro ein echtes Schnäppchen. Meyer war sogar seit Oktober 2013 nicht mehr so billig wie zum jetzigen Zeitpunkt.

Ähnlich verhält es sich bei Kevin-Prince Boateng und Julian Draxler, die mit drei bzw. vier Millionen Euro recht erschwinglich sind.

Wie haltet Ihr es? Sind derartige Käufe aufgrund des guten Preises ein Versuch wert oder wiegt die momentane Ergebniskrise zu schwer, um es mit dem ein oder anderen Schalker zu probieren?

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Autor: Sebastian Schramm

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