Marcus Thuram, Alassane Plea, Breel Embolo

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Die Stammplätze sind rar, oft haben moderne Mannschaften nur noch einen klaren Mittelstürmer – und trotzdem möchten alle mitspielen! Bei Freiburg, Gladbach und Hertha gibt es spannende Duelle um die Startelf-Einsätze in der Bundesliga. Wer gewinnt?

Gladbach: Fehlt den Fohlen Feuer?

Seit dem dritten Spieltag stand Breel Embolo – mit einer kurzen Verletzungspause – bei der Borussia in der Startelf. Doch in den letzten zwei Spielen wendete sich das Blatt: Nach einer schwachen Leistung Embolos im Borussen-Duell erhielt Marcus Thuram gegen den VfL Wolfsburg den Vorzug – und traf prompt. Embolo setzte zwar nach Einwechslung ebenfalls einen Treffer nach. Trotzdem nahm er gegen Stuttgart wieder auf der Bank Platz.

Im Kellerduell gegen die Hertha ist jetzt die Frage: Bleibt der formstarke Thuram auf dem Platz? Oder darf der physisch stärkere Embolo sich gegen Herthas Innenverteidiger behaupten? Das große Problem ist, dass beiden im Pressingverhalten das Feuer fehlt. Weder Embolo noch Thuram bringen ein gutes Anlaufverhalten sowohl im Timing als auch in der Zweikampfführung. Sowohl Christoph Kramer als auch Adi Hütter bemängelten, dass das Verteidigungsverhalten vor der Abwehrkette schon problematisch sei – und das fängt vorne an. Doch wer macht das Rennen? Wir glauben: Hütter setzt auf Thurams Formstärke. Gerade weil die Defensive nicht funktioniert, punktet Thuram mit Torgefahr.

Hertha: Schießt Selke sich in die Startelf?

Die Hertha ist verzweifelt – es will einfach nicht funktionieren. Nachdem man gegen RB Leipzig nach 60 Minuten eingebrochen ist, musste man sich dem SC Freiburg mit einem fragwürdigen Elfmeter und späten Toren unverdient hoch mit 0:3 geschlagen geben. Gegen die formschwache Eintracht sollte es dann besser werden, aber wieder ging man mit 1:4 baden. Ein Lichtblick dabei könnte Davie Selke sein, der nach Einwechslung ein tolles Fernschuss-Tor erzielte und mit einem motivierten Jubel nochmal für etwas Kampfgeist sorgte.

Gegen die Eintracht wich Ishak Belfodil auf die Bank, dafür wurde Suat Serdar eine Reihe nach vorne gezogen. Tayfun Korkut wollte seine Vorbereitungs-Qualitäten näher am Tor haben. Dieses Experiment lief klar schief, gesetzt dürfte Serdar trotzdem sein – ob im zentralen Mittelfeld, auf dem Flügel oder als Mittelstürmer. Wer ergänzt nun Steven Jovetic? Wieder Serdar, kommt Belfodil in die Startelf oder darf sogar Selke nach erzieltem Tor ran?

Naheliegend wäre Selke, denn auch Serdar durfte vorne spielen, „damit wir ihn torgefährlicher bekommen“, sagte Korkut nach dem Spiel. Tor sind bei der Hertha in der Tat Mangelware in den letzten Spielen. Maximal eins – und dann immer begleitet von mehr Gegentreffern. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass man sich gegen Gladbach auf die Muster berufen wird, die gegen Dortmund, Wolfsburg und Bochum zu Teilerfolgen führten – und dazu gehört Ishak Belfodil in der Doppelspitze.

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Der SC Freiburg hält den derzeitigen Rekord für die meisten Bundesliga-Spiele, ohne je durchgespielt zu haben – und das gleich doppelt. Ermedin Demirovic (53 Spiele) und Woo-Yeong Jeong (52 Einsätze) führen die Liste an. Christian Streich rotiert gerne offensiv – aber wer steht denn in der Startelf? Eine große Frage dabei ist auch die Formation.

Während man sich in der Rückrunde eher in einem 4-4-2-ähnlichen System wohl fühlte, kehrte man gegen RB Leipzig zu einer festen Dreierkette zurück – Manuel Gulde ergänzte die Abwehrreihe. Das kostet die Freiburger aber einen Startelf-Platz für einen Offensivspieler. Das Nachsehen hatten Edeljoker Nils Petersen, Kreativspieler Jeong und der flexibel einsetzbare Roland Sallai. Denn Demirovic durfte erneut in der Startelf ran, ergänzt um Lucas Höler. Vincenzo Grifo, der ohnehin als gesetzt gilt, spielte im unüblichen 3-5-2 im zentralen Mittelfeld.

Wie geht es jetzt weiter? Generell spielen bei Streich meist viele Stürmer. Nicht selten wechselt er das komplette Offensivpersonal aus, nachdem diese sich müde gelaufen haben. Nach einem starken Auftritt mit Tor dürfte Ermedin Demirovic seinen Startelf-Platz vorerst behauptet haben. Daneben setzen wir derzeit auf Sallai und Grifo im 3-4-3. Sicher ist hier jedoch nichts – und der Kampf um die Startelf ist in vollem Gange.

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