Thomas Müller

Foto: picture alliance/ Robin Rudel
Nach acht Spieltagen haben sich die Marktwerte bereits gut eingependelt. Krasse Marktwert-Ausreißer werden seltener und doch gibt es immer noch Spieler, die aktuell ihr Geld nicht wert sind. Darunter sind auch zwei Comunio-Monster von Bayern München, auch Borussia Dortmund ist vertreten.

Marco Reus (Borussia Dortmund, 6,35 Mio.)

Der Dortmunder ist zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass er bald wieder auf dem Rasen stehen wird. Denn Reus macht längst noch nicht alles wieder mit. „Marco hat mit uns heute trainiert, aber noch reduziert mit wenigen Zweikämpfen, oftmals als neutraler Spieler, noch ein bisschen auf Sparflamme“, erklärte Coach Thomas Tuchel am Dienstag. „Aber es ist natürlich sehr, sehr gut, dass er jetzt konstant im Mannschaftstraining mit dabei ist.“ Eine Rückkehr aufs Spielfeld ist nach Aussage des Trainers aber immer noch eine Frage von „Wochen, mindestens Wochen.“ Und 6,35 Millionen sollte man wirklich nicht wochenlang brach auf der Bank sitzen lassen.

Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund, 6.07 Mio.)

In ähnlichen Marktwert-Sphären bewegt sich Teamkollege Guerreiro und bei ihm wird es zwar keine Wochen mehr dauern, bis er wieder spielen kann, aber der aktuelle Marktwert des Portugiesen ist dennoch zu hoch. Letztlich hat der Shootingstar der EM 27 seiner 30 Punkte in zwei Spielen geholt. Damit wird zwar deutlich, welches Potenzial in Guerreiro schlummert, aber es zeigt eben auch, dass man nicht fest mit ihm planen kann. Da sind die aufgerufenen sechs Millionen schon eine Menge Holz für jemanden, der keinen sicheren Stammplatz hat. Den Europameister sollte man also lieber gegen eine sichere Nummer eintauschen. Kandidaten wären Yunus Malli, Emil Forsberg oder auch Marco Fabian.

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Oliver Burke (RB Leipzig, 4,57 Mio.)

Für den schottischen Youngster gilt fast dasselbe wie für Guerreiro. Burke hat seine 17 Punkte in zwei Einsätzen geholt. In den restlichen Spielen wurde er so spät eingesetzt, dass es keine Bewertung mehr gab. Da hilft es auch nicht, dass dem Flügelspieler unglaubliches Talent bescheinigt wird. Er darf es aktuell noch nicht zeigen. Die Leipziger Verantwortlichen sagen, dass sie ihn langsam aufbauen wollen. Das macht ja auch Sinn, Konkurrenz ist eh genug vorhanden und es läuft schließlich beim Aufsteiger. Also schnell weg mit Burke und sich eine Alternative sichern. Vicenzo Grifo zum Beispiel. Den Freiburger gibt es für das gleiche Geld.

Julian Weigl (Borussia Dortmund, 4,37 Mio.)

14 Punkte für einen Stammspieler von Borussia Dortmund sind aktuell zu wenig. Der BVB ist seit drei Spielen ohne Sieg und das merkt man auch der Punkteausbeute von Weigl an. Die lautet nämlich -2, 0 und 0. Weigl wird sich sicher wieder berappeln, aber der Youngster ist einer der wenigen Spieler, die nicht rausrotieren. Vielleicht würde ihm aber mal wieder eine Pause ganz gut tun. Kerem Demirbay oder Marcel Risse gibt es aktuell für weniger Geld und beide haben mehr als doppelt so viele Punkte auf ihrem Konto.

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Robert Lewandowski (Bayern München, 11,06 Mio.)

Ich weiß, es grenzt schon fast an Majestätsbeleidigung, aber es gibt aktuell keinen Grund, warum Lewandowski mit fast zwei Millionen Abstand der teuerste Spieler im Spiel ist. Die Ausbeute des Polen in den letzten vier Partien beträgt lausige vier Punkte. Sandro Wagner holte im gleichen Zeitraum 35 Punkte. Natürlich ist der Vergleich Quatsch, aber er zeigt schon, dass Lewandowski gerade erstmals seit längerer Zeit Ladehemmung hat. Und natürlich wird er wieder treffen und massig Punkte holen, aber aktuell ist er sein Geld einfach nicht wert.

Thomas Müller (Bayern München, 8 Mio.)

Zwei Punkte holte der Raumdeuter in den letzten vier Spielen. Damit bewegt er sich in Gomez-Regionen (ein Punkt). So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein. Bei Müller läuft es gerade eher überschaubar – zumindest in der Bundesliga. Wie bei Lewandowski ist es natürlich nur eine Momentaufnahme, aber in vielen Ligen kann man es sich einfach nicht erlauben, über drei oder vier Spiele einen formschwachen Spieler durchzuschleppen. In der Zeit kann der Konkurrent längst enteilt sein. Das Problem bei den Hochkarätern ist allerdings, dass der Knoten in jedem Spiel wieder platzen kann. So einen Spieler zu verkaufen, erfordert Mut.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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