Jan-Klaas Huntelaar spielt seit 2010 beim FC Schalke

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Lange Zeit war Jan-Klaas Huntelaar das Aushängeschild des FC Schalke 04, doch inzwischen ist der Stürmer alles andere als unantastbar. Schon unter Ex-Trainer Andre Breitenreiter saß der Niederländer immer häufiger auf der Bank. Jetzt hat Ajax Interesse am Hunter – verlässt er Königsblau?

Am 30. August 2010 war er, als der FC Schalke 04 für eine vereinsinterne Rekordablöse von 14 Millionen Jan-Klaas Huntelaar vom AC Milan verpflichtet. Ende August werden es also schon sechs Jahre, die der Niederländer für Schalke auf Torejagd geht. Sechs Jahre oder 216 Spiele und 121 Tore. So lange war Huntelaar noch für ein und denselben Verein tätig – nicht einmal während seiner Jugendzeit. Insofern hat Schalke einen sehr großen Platz in seinem Leben.

Doch es ist durchaus möglich, dass Huntelaar (Marktwert: 4.120.000, Punkte; 70) die längste Zeit für Schalke aktiv gewesen ist. Schon unter Ex-Trainer Andre Breitenreiter saß der Niederländer zuletzt häufiger auf der Bank als ihm lieb gewesen sein dürfte. Der Hunter war in Gelsenkirchen nicht mehr unantastbar.

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Jetzt wird der Stürmer noch vor seinem sechsjährigen Jubiläum 33, sein Vertrag läuft noch bis 2017. Auch wenn eine Option auf ein weiteres Jahr besteht, könnte Huntelaar den FC Schalke im Sommer verlassen, wenn die Knappen mit ihm noch ein wenig Geld kassieren möchten.

Passend dazu, hat zuletzt Huntelaars Ex-Verein Ajax Amsterdam angeklopft. Der Niederländer fühlte sich geschmeichelt und sagte, dass Ajax eine Herzensangelegenheit sei und er sich vorstellen könnte, seine Karriere dort ausklingen zu lassen. Die Zeichen stehen daher wohl derzeit auf Abschied, zumal Huntelaar der absolute Topverdiener ist und dies seine Leistungen zuletzt nicht mehr rechtfertigten – so etwas schürrt immer Missgunst in einer Mannschaft, auch wenn Huntelaar in Vertretung des verletzten Benedikt Höwedes oft Kapitän war.

Bei allen Spekulationen und Gedankenspielen, die einzigen, die über Huntelaars Zukunft entscheiden,  sind er selbst und die neue sportliche Leitung in Form von Trainer Markus Weinzierl und Manager Christian Heidel. Bislang ist noch nicht bekannt, was die beiden über Huntelaar denken.

Aus finanzieller Sicht müsste ihn Heidel verkaufen. Aus sportlicher Sicht wurde Huntelaar in den letzten Jahren immer ersetzbarer. Erzielte er 2011/12 noch sensationelle 217 Punkte, zeigte er in den folgenden Jahren die Kurve immer mehr nach unten. Zwar sorgte er 2013/14 noch einmal für 92, im Jahr darauf gab’s aber nur noch 55. In der vergangenen Saison erzielte er immerhin 70 Zähler.

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Die Frage ist: Was plant Weinzierl? In welchem System will er seine Truppe auflaufen lassen. In der Regel bevorzugt Weinzierl ein 4-2-3-1-System, also eine Formation, die auch Huntelaar liegt. Doch beim FCA ließ Weinzierl ab und an mal keine klassische Neun in vorderster Front agieren. Zudem hat Schalke noch Franco Di Santo (1.900.000, -4) in seinen Reihen. Allerdings war der erklärte Wunschspieler von Breitenreiter und lieferte dann eine katastrophale Saison auf Schalke ab.

Zuletzt wurde die Italiener Nicola Sansone von Sassuolo mit Königsblau in Verbindung gebracht, allerdings ist dieser eher ein Außenspieler. Das könnte aber dazu führen, das Eric-Maxim Choupo-Moting ins Zentrum rücken könnte. Dort fühlt sich der Kameruner teilweise noch wohler als auf dem Flügel.

Auch wenn sich Weinzierl und Heidel noch nicht zu Huntelaar geäußert haben, wissen sie um seinen emotionalen Stellenwert auf Schalke. Insofern dürfte es den Schalke-Fans nicht einfach zu verkaufen sein, wenn man einen Hunerlaar verscherbelt.

In den nächsten Wochen wird wohl oder übel eine Entscheidung fallen müssen. Und so hat es doch etwas Gutes, das Huntelaar mit den Niederlanden die EM verpasst hat: Er hat genügend Zeit, sich Gedanken zu machen, wie seine Zukunft aussehen soll.

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Autor: Florian Schimak

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