Werder Bremen

Foto: © picture alliance/nordphoto
Seit fünf Spielen ist Werder Bremen in der Bundesliga ungeschlagen. Das Team von Alexander Nouri hat sich merklich stabilisiert, spielt mittlerweile auch ansehnlichen Fußball und ist in der Lage, auch gegen bessere Teams mitzuhalten. Doch in der Winterpause kommt eine Menge Arbeit auf Sportchef Frank Baumann zu. Es gilt den Kader merklich zu verkleinern. 

36 Spieler umfasst der Bremer Kader aktuell, mit Thomas Delaney, Kapitän des FC Kopenhagen, kommt zum Trainingsstart im Januar Nummer 37 dazu. Doch soweit will es Baumann eigentlich nicht kommen lassen. Gleich mehreren Spielern teilte der Double-Kapitän von 2004 mit, dass sie es in der Rückrunde schwer haben werden und sie daher überlegen sollten, sich nach einer neuen Perspektive umzusehen. Comunioblog geht die Streichkandidaten durch und beleuchtet ihre Comunio-Perspektiven.

Raphael Wolf (Tor, 160.000)

Der Keeper macht sein letztes Bundesligaspiel am 12. April 2015. Im Spiel danach wurde er von Koen Casteels im Bremer Tor abgelöst. Zudem zwang ihn eine Hüftverletzung zu einer fast einjährigen Pause. Inzwischen ist Wolf nur noch Torwart Nummer 5 in Bremen und darf nur noch bei der U23 mittrainieren, Spielpraxis erhalten die Talente Michael Zetterer und Erik Oelschlägel. Wolfs Vertrag läuft im Sommer aus, aber Werder wäre sicher froh, ihn schon vorher abgeben zu können. Die Frage ist nur, ob er seinen gut dotierten Vertrag vorzeitig kündigen möchte. Zudem dürfte sich das Interesse in Grenzen halten. Ein Verbleib in der Liga ist eher ausgeschlossen. In Österreich könnte vielleicht was gehen.

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Fallou Diagne (Abwehr, 170.000)

Der Verteidiger bekam unter Nouri gar keine Chance mehr und wurde schließlich in die U23 abgeschoben. Es soll wohl auch zwischenmenschlich etwas vorgefallen sein. Diagne ließ zuletzt über seinen Berater ausrichten, dass er gerne einen Neustart bei Werder machen würde, aber das schlossen die Verantwortlichen aus. Der Fall ist durchaus knifflig, schließlich kam der Senegalese erst zum Saisonbeginn für 1,5 Millionen von Stade Rennes. Die Summe ist verbrannt, sollte nicht ein beklopptes Angebot aus China kommen und selbst dann müsste Diagne erst einmal einwilligen. Er sieht sich nämlich weiterhin in der Bundesliga und möchte eigentlich nicht groß umziehen, weil er gerade Vater geworden ist. Gut möglich, dass er zumindest bis zum Sommer in Bremen bleiben wird – ohne Chance auf Einsätze.

Janek Sternberg (Abwehr, 160.000)

Der Linksverteidiger ist auch ein Verlierer unter Nouri. Nur 45 Minuten durfte er nach dem Trainerwechsel ran, danach war sein Platz auf der Tribüne. Ein Wechsel im Winter ist recht wahrscheinlich, auch wenn bislang wohl nichts konkret ist. „Ich mache mir meine Gedanken darüber, wie es weitergeht. Nach Weihnachten werde ich mich intensiver damit befassen“, sagte Sternberg gegenüber der „Kreiszeitung“. Der Verteidiger dürfte sicher Interesse auf sich ziehen, aber das wird wohl eher aus der zweiten Liga kommen.

Lukas Fröde (Mittelfeld, 160.000)

Immer mal wieder durfte Fröde ein paar Minuten Bundesligaluft schnuppern. Das passierte unter Ex-Trainer Viktor Skripnik häufiger als unter Nouri, aber immerhin einen Kaderplatz hatte dieser für den Defensivspieler meist reserviert. Das ändert nichts daran, dass Fröde keine sonderlich guten Perspektiven besitzt. Eine Rückversetzung zur U23 macht für den 21-Jährigen keinen Sinn mehr und so wird es wohl auf eine Trennung im Winter hinauslaufen. Einige Zweitligisten dürften sich sicher für ihn interessieren.

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Thanos Petsos (Mittelfeld, 340.000)

Der Grieche wechselte relativ wild zwischen Bank, Tribüne und Startelf hin und her und beklagte sich öffentlich über diesen Umstand. „Du weißt hier nicht, wo du dran bist. Auf der einen Seite wird dir vertraut, auf der anderen Seite nicht“, sagte Petsos und schloss einen Wechsel im Winter aus: „Ich bleibe auf jeden Fall bei Werder, denn ich werde bald Papa. Außerdem streiche ich nicht nach einem halben Jahr schon wieder die Segel.“ Vater ist er mittlerweile geworden und trotz der zusätzlichen Konkurrenz, die mit Delaney kommen wird, dürfte Petsos wohl bleiben.

Sambou Yatabare (Mittelfeld, 170.000)

Malis Fußballer des Jahres wurde zusammen mit Diagne zur U23 beordert. Nouri hat keine Verwendung für ihn. Der Mittelfeldspieler, der eigentlich zentral beheimatet ist, aber in Bremen nur auf dem Flügel agieren durfte, kam erst letzten Winter in die Hansestadt. Werder zahlte immerhin 2,5 Millionen Euro Ablösesumme, die wieder reinzubekommen, dürfte schwer werden. Auch hier können die Bremer nur auf ein China-Angebot hoffen. Immerhin wies Yatabare gute Ansätze nach. Als Spieler dürfte er daher nicht komplett verbrannt sein und auch für eine Leihe in Frage kommen. Mit Glück sogar innerhalb der Bundesliga.

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Melvyn Lorenzen (Sturm, 170.000)

Der Stürmer ist schon seit längerer Zeit nur noch bei der U23 im Einsatz und kann bei einem Angebot gehen. Lorenzen Stern verglühte schnell nach seinem traumhaften Einstand in der Bundesliga. Noch unter Robin Dutt gelang ihm ein Traumtor gegen Hannover, das erste Vergleiche zu Thierry Henry nach sich zog. Danach folgte eine Suspendierung bei der U23 (damaliger Coach war Nouri) aufgrund von falscher Ernährung. Das war der Anfang von Ende. Lorenzen dürfte allerdings in der zweiten Liga unterkommen. Ein Abgang ist wahrscheinlich.

Lennart Thy (Sturm, 230.000)

Thy wollte es im zweiten Anlauf an der Weser schaffen, aber der Wunschspieler von Skripnik kommt unter Nouri nicht mehr zum Zug und steht nun vor einem abermaligen Wechsel zu St. Pauli. Der Angreifer soll ausgeliehen werden. „Lennart und wir sprechen mit St. Pauli“, verriet bereits Baumann und nannte den Hamburger Stadtteilklub als „die wahrscheinlichste Option“. Thy soll erst einmal ausgeliehen werden, aber der Zweitligist erhält wohl eine Kaufoption. Update: Die Leihe ist mittlerweile perfekt. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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