Ludwig Augustinsson

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Bei Comunio startet die neue Saison bereits am Dienstag nach dem Saisonübergang. Das bedeutet auch, dass ab dann die Neuzugänge auf dem Markt sind. Im neuen Format beleuchtet Comunioblog die wichtigsten Neuzugänge aus Comunio-Sicht. Den Anfang macht Werder Bremens neuer Linksverteidiger Ludwig Augustinsson. 

Position: Linksverteidiger. Augustinsson ist dabei ein moderner Außenbahnspieler, der einen ausgesprochenen Offensivdrang besitzt und zudem richtig schnell ist. In 50 Pflichtspielen für den FC Kopenhagen in dieser Saison kommt der Schwede auf ein Tor und 18 Vorlagen. „Ludwig ist ein spielstarker Defensivspieler, der sowohl im linken Mittelfeld als auch auf der linken Abwehrseite spielen kann“, beschreibt Werder-Coach Alexander Nouri seinen Neuzugang. Augustinsson passt damit perfekt in das von Werder vornehmlich praktizierte 3-1-4-2-System. Und auch im 4-1-4-1-System fühlt sich der 23-Jährige gut aufgehoben. 

Bisherige Karriere: Augustinsson debütierte als 17-Jähriger 2011 im schwedischen Pokal für den Zweitligisten IF Brommapojkarna und erkämpfte sich in der Folgesaison einen Stammplatz auf der linken Abwehrseite. Im Januar 2013 folgte dann der Schritt zum schwedischen Topklub IFK Göteborg. Auch dort setzte er sich auf Anhieb durch. 2015 ging es dann zum dänischen Serienmeister nach Kopenhagen. 

Seine Bilanz bei den Dänen liest sich herausragend für einen Defensivspieler. In 108 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und starke 38 Assists. 2015 wurde er mit der schwedischen U21-Nationalmannschaft zudem überraschend Europameister. Inzwischen ist er A-Nationalspieler, hätte aber auch noch an der diesjährigen U21-EM teilnehmen können. Um sich perfekt auf Werder vorzubereiten, verzichtet er aber auf das Turnier.

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Platz 10: Martin Hinteregger (FC Augsburg), 111 Punkte (3,58 im Schnitt), Bildquelle: Imago

Einstiegsmarktwert: 4.000.000. Der Schwede wird zum Start vier Millionen kosten und liegt damit in etwa auf Augenhöhe mit Dortmunds Lukasz Piszczek und Hoffenheims Pavel Kaderabek. Wobei deren Marktwerte natürlich aktuell komplett im Keller sind. 

Situation: Augustinsson wird ganz klar als Stammkraft eingeplant. Werder machte den Deal frühzeitig klar und setzte sich dabei gegen namhaftere Konkurrenz durch. Doch der Schwede wollte nach Bremen und nannte in der schwedischen Presse auch den Grund: „Das Wichtigste ist, regelmäßig zu spielen. Werder hat einen guten Plan mit mir. Sie glauben wirklich an mich.“

Und der Plan sieht eben vor, nicht mehr auf Santiago Garcia zu setzen. Er bekam kein langfristiges Vertragsangebot unterbreitet und entschied sich dann für einen Abschied aus Bremen. Auch Robert Bauer soll in der kommenden Saison vornehmlich seine angestammte Rolle auf der rechten Seite einnehmen und damit in Konkurrenz zu Theodor Gebre Selassie treten.

Für die linke Seite ist dagegen wohl kein Neuzugang mehr geplant. „Wir werden auf dieser Position keine Spieler verpflichteten“, erklärte Werders Manager Frank Baumann nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem Argentinier. Augustinsson ist damit zwar nicht konkurrenzlos, Bauer und Gebre Selassie können auch links spielen, Leon Guwara kommt aus Darmstadt zurück und Ulisses Garcia ist auch noch da, aber grundsätzlich dürfte der Schwede gesetzt sein. 

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Comunio-Potenzial: Bei einem Sprung in eine größere Liga kann natürlich niemand garantieren, dass alles reibungslos läuft. Selbst Bald-Wieder-Teamkollege Thomas Delaney fiel nach seinem furiosen Start ohne Anlaufprobleme gegen Ende der Saison in ein Loch. 

Doch wer Augustinssons Karriere bislang beobachtet hat, dürfte guter Dinge sein, dass er sich auch in Bremen recht schnell zurechtfinden wird. Seine bisherigen Stationen waren alle gewissenhaft ausgesucht, es ging in kleinen Schritten nach oben.

Sollte die Eingewöhnung also im ruhigen Bremer Umfeld wie geplant verlaufen, dürfte er aufgrund seiner Offensivpower ein interessanter Spieler für Comunio sein. Und auch die traditionellen Werderaner Defensivschwächen wurden unter Nouri vermindert. Augustinsson könnte also eine lohnende Comunio-Investition sein. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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