Cristiano Ronaldo schubst Fernando Santos in Rage

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Verrückt war sie schon, diese Europameisterschaft. Der Gruppendritte hinter Ungarn und Island holt sich den Titel! Alle schimpfen über den Modus und langweilige Spiele, dabei bleibt vieles hängen. Ein letzter Blick zurück.

Der gute Nachbar

Erinnert sich noch jemand an die unsägliche Diskussion darüber, ob Jerome Boateng ein guter Nachbar sei? Geschwätz von gestern. Mit seiner spektakulären Rettungsaktion leitete Boateng gleich im ersten Spiel die deutsche EM-Stimmung ein. Das Internet explodierte vor Memes. Von seinem Handspiel im Viertelfinale abgesehen, zeichnete sich der Bayern-Verteidiger wieder einmal mit sehr guten Leistungen aus.

Will Grigg’s on fire

Es war der Song der Europameisterschaft, der heute noch in den Straßen Europas nachhallt. Will Grigg’s on fire, your defence is terrified! Genial. Wie vor allem die nordirischen Fans diesen Song schmetterten, wird noch lange in Erinnerung bleiben.

Dabei stört es auch nicht, dass Will Grigg nicht eine Minute auf dem Platz stand und somit auch bei Comunio ohne Ausbeute blieb. Immerhin erreichte Nordirland als Gruppendritter das Achtelfinale – ebenso wie der leidenschaftliche Nachbar Irland. Auch die irischen Fans bereiteten viel Freude, sangen zum Beispiel im Zug ein Baby in den Schlaf. Herrliche Szenen!

Die Comunio-Elf der Europameisterschaft 2016
Zwei der Besten: Die Waliser Aaron Ramsey und Gareth Bale

Portugal ist Europameister! Und doch steht kein Portugiese in der Comunio-Elf des Turniers - nach Punkten pro Spiel. Drei Deutsche haben es geschafft.

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Srnas emotionale Meisterleistung

Während Kroatien das Auftaktspiel gegen die Türkei gewann, verstarb Uzeir Srna, der Vater des kroatischen Kapitäns. Darijo Srna reiste nach dem Spiel in seine Heimat, um dem Begräbnis beizuwohnen, und kehrte rechtzeitig zur Partie gegen Tschechien zum Nationalteam zurück. Bei der Hymne weinte er hemmungslos, auf dem Rasen zeigte er eine unfassbar gute Leistung. Diesen schmalen Grat bewältigen nur außergewöhnliche Menschen.

Riesen-Überraschung vs. Riesen-Flop

Huh! Huh! Huh! Nicht nur Will Grigg, auch der Jubel der Isländer hallt nach – und das noch wesentlich lauter. Der Fußballzwerg spielte sich als Zweiter der Gruppe F in die Herzen aller Fans und schaltete dann auch noch England aus. Eine herausragende Teamleistung! In England wird wieder gejammert und gehadert, der Trainer ist schon weg und der nächste Neuanfang soll besser gelingen als die vorigen. Die Isländer hingegen feiern einfach mit ihrem irren Kommentator weiter.

Das Wunder von Wales

Island im Viertelfinale und Wales im Halbfinale! Nicht wegen des 24-Mannschaften-Modus gelangen diese Fußballwunder. Nordmänner und Briten qualifizierten sich souverän, Wales gewann die Gruppe mit England, Russland und der Slowakei und fertigte in einem spektakulären Viertelfinale die Belgier ab. Aaron Ramsey und Joe Allen finden sich im offiziellen Team der EM, Gareth Bale hätte es ebenfalls verdient.

Der Mann mit dem Tippelschritt

Wenn du in der 120. Minute eingewechselt wirst, um einen Elfmeter zu schießen, kannst du eigentlich nur scheitern. Wichtig ist, dabei den Swag aufzudrehen! Nichts Geringeres tat Simone Zaza im Viertelfinale gegen Deutschland. Von seinen Tippelschritten, die in einen Schuss gen Himmel mündeten, kursieren nun unählige Vines im Internet. Und nebenbei brach Deutschland auch noch den Italien-Fluch.

Comunio-Highlights der Woche: Dieser Mann hat Deutschland gefehlt
Karim Bellarabi im DFB-Dress

Aus im EM-Halbfinale gegen Frankreich! Der Offensive hat ein Mann gefehlt, der für viel Schwung gesorgt hätte. Die Comunio-Highlights der Woche.

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Pollito stellt alle in den Schatten

Der beste Spieler der Europameisterschaft? Offiziell: Antoine Griezmann. Bei Comunio: Antoine Griezmann – mit großem Abstand! Der französische Stürmer traf alleine in der K.o.-Runde fünfmal und wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig, im Managerspiel sammelte er 113 Punkte. Der Zweitplatzierte, Dimitri Payet, kommt auf gerade einmal 66 Zähler.

Manuel Neuers Erinnerungen an „Pollito“ werden indes immer schlechter. Erst schoss Griezmann die Bayern mit Atletico Madrid im Halbfinale aus der Champions League, dann die Deutschen in derselben Runde aus der EM. In beiden Turnieren scheiterte Griezmann jedoch im Finale – an Pepe und Cristiano Ronaldo.

CR7s Geschichte

Nach 25 Finalminuten sah es so aus, als würde Cristiano Ronaldo wie Lionel Messi bei der Copa America zur tragischen Figur werden. Wie „CR7“ mit allen Mitteln versuchte, trotz seiner Verletzung weiterzuspielen, stimmte selbst Ronaldo-Gegner traurig. In der Verlängerung kam der dreimalige Weltfußballer wieder zum Leben. Er motivierte seine Teamkollegen, sagte Eder, er würde das Siegtor schießen, rannte seinen Trainer um, coachte mit und stemmte am Ende die Trophäe in die Lüfte.

Der neue Charisteas

Obwohl alle Gazzetten Ronaldo auf der Titelseite haben, ist ein anderer der Held dieser Europameisterschaft: Meister Eder! 13 Einsatzminuten in den ersten zwei Spielen, anschließend knapp 500 Minuten auf der Bank, dann der große Auftritt im Finale. Ansatzloser Distanzschuss ins lange Eck, Eder ist der neue Angelos Charisteas und Portugal hat seinen ersten EM-Titel. War doch gar nicht so schlecht, diese Euro, oder?

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