Bruno Labbadia führte den Vfl Wolfsburg in die Europa League

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Der VfL Wolfsburg spielt nach Jahren im Kampf gegen den Abstieg endlich einmal wieder einen richtig gute Saison und startet sogar in der Europa League. Doch schon seit langem war klar, dass Erfolgscoach Bruno Labbadia die Wölfe verlässt. Sein Nachfolger kommt aus Österreich, heißt Robin Glasner und sorgte in seiner Heimat für große Überraschungen. Doch kann er auch Wolfsburg?

Spieler der Saison: Ganz klar Wout Weghorst! Der Goalgetter der Wölfe war zu einem großen Teil dafür verantwortliche, dass der VfL in der kommenden Saison international spielt. Mit 193 Comunio-Punkte kratzte der Niederländer sogar knapp an der 200er-Marke. 

Am 26., 31. und 34. Spieltag erzielte Weghorst einen Dreier- bzw. Doppelpack und holte an diesen Tagen 16 respektive 21 Comunio-Zähler. 

Wie wichtig Weghorst für den VfL ist, zeigt, dass sein Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert wurde. Das alte Arbeitspapier lief ohnehin schon noch bis 2022. Neben dem Niederländer überzeugte zudem fast schon wie gewohnt Maxi Arnold, der irgendwie immer ein bisschen unter dem Radar der großen Bundesliga-Klubs fliegt.

Enttäuschung der Saison: Bei solch einer starken Saison eine Enttäuschung zu finden, ist natürlich nicht einfach. Wenn man sich aber von einem Spieler doch mehr erhofft hatte, dann war es Yunus Malli. 

Der offensive Mittelfeldspieler fand im System von Labbadia keinen Platz und kam eigentlich ausschließlich als Joker zum Einsatz. Lediglich fünf Startelfeinsätze stehen beim Türken zu Buche. 

Insgesamt kam Malli auf läppische 33 Comunio-Punkte. Nichts, im Vergleich zu seinen 121 Zähler aus der Saison 2015/16. Ob er überhaupt in Wolfsburg bleibt? Mal sehen, wie Glasner mit ihm plant. Unter Labbadia hätte er vermutlich gehen können. 

Die zehn besten Wolfsburger der Saison

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Platz 10: Daniel Ginczek (Sturm), 72 Punkte - Foto: Imago Images/regios24

Größte Baustelle: Wer als Tabellensechster nach Europa fährt, hat keine wirklichen Baustellen. Einzig, die Außenverteidigerpositionen sind nach den Abgängen von Paul Verhaegh und Gian-Luca Itter in der Tiefe nicht ausreichende besetzt. Hier besteht tatsächlich Handlungsbedarf, zumindest auf der Linksverteidigerposition – für rechts hat man Kevin Mbabu verpflichtet

In der Offensive scheinen die Wölfe durch den Transfer von Joao Victor nun noch bessr und ausreichend besetzt. Allerdeings wird sich der neue Coach Oliver Glasner den Kader in der Vorbereitung noch genauer anschauen und dann gegebenenfalls nachbessern oder ausdünnen. 

Mögliche Probleme: Mit Oliver Glasner hat man einen fast unbekannten Trainer von LASK verpflichtet. Die Linzer führter der gebürtige Salzburger völlig überraschend auf Platz 2.

Das klingt an und für sich natürlich gut, doch kann Glasner auch die Bundesliga in Deutschland? Sein bevorzugtes System ist das 3-4-3, dafür haben die Wölfe noch nicht das zwingend passende Personal. Da müsste also nich nachgebessert werden. 

Darüber hinaus könnte Leistungsträger Robin Knoche die Wölfe möglicherweise verlassen, sein Vertrag läuft 2020 aus. Wollen die Niedersachsen noch etwas Kohle machen und können sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen, müssen sie den Leistungsträger abgeben. 

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Mögliche Überraschung: Die beiden bereits fixen Neuzugänge könnte sehr gut in Glasners System passen. Kevin Mbabu ist ein Rechtsverteidiger, der sich sowohl in der Vier- als auch als äußerstes Glied in der Fünferkette wohl fühlt. 

Mit Joao Victor hat Glasner seinen Zögling von LASK mitgebracht. Er kommt über die Flügel und hat in der abgelaufenen Saison richtig stark performt (13 Buden, sieben Vorlagen). 

Hier darf man sich durchaus was erhoffen. Darüber hinaus wünscht man sich, dass Daniel Ginzcek endlich einmal eine verletzungsfreie Saison bestreiten kann.  

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Youngster to watch: Josip Brekalo ist einer der Spieler, die unter Glasner den nächsten Schritt machen könnten. Jung, schnell, dribbelstark und mit technischer Finesse ausgestattet. Damit kann der neue Coach etwas anfangen. 

In der abgelaufenen Spielzeit holte der 20-jährige Kroaten schon 61 Zähler – da ist allerdings auch noch mehr drin, wenn er regelmäßiger zum Einsatz kommt und dann auch konstant liefert. 

Gerüchteküche: Das Thema Robin Knoche hatten wir ja bereits erwähnt. Aktuell sieht es aber so aus, als würde Knoche eher verlängern. 

In Sachen Neuzugänge sind die Wölfe offenbar an Nadiem Amiri von der TSG Hoffenheim interessiert. Der Offensivspieler, der perfekt in Glasners System passen würde, hat im Kraichgau eine Ausstiegsklausel. 

Zudem läuft sein Vertrag 2020 aus und Wolfsburg wäre bereit, die 14 Millionen zu zahlen. Nach dem Verpassen von Europa wäre ein Abgang von der TSG daher gar nicht so unwahrscheinlich. 

Zudem geistert auch immer wieder der Name Maximilian Phillip vom BVB durch die Volkswagen-Arena. Auch Xaver Schlager, 21-jährige Talent von RB Salzburg wurde zuletzt mit den Wölfen in Verbindung gebracht. 

Die Gerüchte um Dominick Drexler (1. FC Köln) und Leandro Trossard (RKC Genk) kann man dabei wohl getrost ins Reich der Fabeln verweisen. 

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Zugänge: Kevin Mbabu (BSC Young Boys Bern, 9,20 Mio.), Joao Victor (LASK, 2 Mio.), John Yeboah (VfL Wolfsburg U19), Jeffrey Bruma (FC Schalke, Leih-Ende)

Abgänge: Landy Dimata (RSC Anderlecht, 5 Mio.), Victor Osimhen (RSC Charleroi, 3,5 Mio.), Gian-Luca Itter (SC Freiburg, 2,5 Mio.), Paul Seguin (GReuther Fürth, 0,3 Mio.), Sebastian Jung (unbekannt), Marvon Stefaniak (Greuther Fürth, Leihe)

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Autor: Florian Schimak

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