Mit der Rückkehr von Sejad Salihovic, Jin-Su Kim & Co. gestaltet sich die Konkurrenzsituation in Hoffenheim so offen wie selten. Wer setzt sich durch? Comunioblog analysiert die Mannschaftsteile.

Trotz seiner beiden Patzer gegen Hannover 96 sitzt Oliver Baumann im Tor der TSG weiterhin fest im Sattel. Trainer Markus Gisdol stärkte seinem Schlussmann im Interview den Rücken. Das bedeutet für die Nummer zwei, Jens Grahl, dass er weiterhin auf seine Chance warten muss.

Dabei zeigte Grahl in der vergangenen Rückrunde mit knapp fünf Comunio-Punkten pro Spiel sehr gute Leistungen. Fakt ist, dass Baumann, der durchschnittlich nur 2,46 Zähler sammelt, konstanter werden muss. Ansonsten kommt die nächste Torwartdiskussion auf Hoffenheim zu.

Abwehr: Ein Platz ist frei

Durch die Verletzungen von Ermin Bicakcic und Jin-Su Kim musste Markus Gisdol seine Abwehr wochenlang notbesetzen. Wenngleich die Viererkette mit Rudy, Süle, Strobl und Beck überraschend gut funktionierte, ist sie keine langfristige Option. Inzwischen spielt nur noch einer an dem Platz, den er wochenlang bekleidete: Niklas Süle.

Kapitän Andreas Beck ist wieder von der linken auf die gewohnte rechte Seite zurückgekehrt. Grund dafür ist der eingangs erwähnte Jin-Su Kim. Bei der Asienmeisterschaft fügte sich der Südkoreaner einen Muskelfaserriss zu, nun ist er wieder fit und agiert von links hinten aus. Gegen Hannover war er an zwei Toren beteiligt, sein Trainer bezeichnet ihn als „unglaublich wichtig“.

Ein Trio hat den Stammplatz sicher, einer wackelt noch ein wenig. Ermin Bicakcic ist von der Form des Saisonstarts noch weit entfernt, leistete sich zuletzt einige Unsicherheiten und fuhr in den letzten drei Partien insgesamt vier Minuspunkte ein. Angesichts seines unbestrittenen Talents hat der Bosnier jedoch weiterhin gute Chancen auf einen Stammplatz.

Defensiv-Allrounder Tobias Strobl ist für jeden Ausfall in der Viererkette der erste Ersatz. Die Innenverteidiger Jannik Vestergaard und David Abraham haben jedoch ohne Personalmangel einen schweren Stand.

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Zentrales Mittelfeld: Die Rollen sind verteilt

Bislang hielt Markus Gisdol stets an seiner 4-2-3-1-Formation fest, selbst gegen den FC Bayern. Absolut gesetzt ist dabei nicht nur Spielmacher Roberto Firmino, sondern auch Abräumer Eugen Polanski. Wenngleich der Pole im Spiel nicht viel auffällt, ist er einer der wichtigsten Bausteine für seinen Trainer.

Polanski steht tiefer als sein jeweiliger Partner auf der Doppelsechs, verschiebt immer wieder intelligent in die Räume, über die die gegnerische Mannschaft angreifen will, und weiß mit einer Zweikampfquote von fast 60% zu überzeugen.

Durch ein starkes Spiel gegen Hannover 96 hat sich Pirmin Schwegler vorläufig auf der Acht festgespielt. Über einige Wochen hinweg ging vom Schweizer zu wenig Kreativität aus, doch vor allem seine Standards sorgen immer wieder für Gefahr. Die Kunst des ruhenden Balles war lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal von Sejad Salihovic, der nach langer Verletzung wieder dabei ist.

Doch dieser Trumpf allein bringt den Bosnier nicht mehr an seiner Konkurrenz vorbei. Salihovic muss darauf warten, dass Schwegler ausfällt, oder über die linke Seite Elyounoussis Platz angreifen. Selbst Schweglers Ausfall könnte einen anderen begünstigen als Salihovic: Nationalspieler Sebastian Rudy.

Die Formkurve des Ex-Stuttgarters zeigte zuletzt bergab, derzeit muss sich Rudy wieder hinten anstellen. Völlig ausgeschlossen ist ein Dreier-Mittelfeld hinter Firmino nicht, aber es deutet sich auch nicht an. Rudy und Salihovic kosten bei Comunio mehr als zwei Millionen Euro. Derzeit erscheint eine Verpflichtung im Managerspiel wenig sinnvoll.

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Flügel und Angriff: Eine Konstante, ein Duell, ein Wechselspiel

Zu Kevin Volland müssen nicht viele Worte verloren werden. Der Rechtsaußen befindet sich wieder in einer guten Form und ist aus der Stammformation der TSG nicht wegzudenken.

Auf dem linken Flügel hat sich ein Duell entwickelt: Steven Zuber kratzt am Platz des vierfachen Torschützen Tarik Elyounoussi, der seit dem 7. Spieltag nicht mehr getroffen hat. Seine Chancen konnte Zuber bislang jedoch nicht wirklich nutzen, sodass Elyounoussi insgesamt gesehen die Nase vorn hat. In Dortmund könnte der Norweger wieder beginnen.

Das gilt auch für Anthony Modeste, der sozusagen nur im Außendienst tätig ist. Der Franzose steht in Auswärtsspielen immer von Beginn an auf dem Feld, wird in Heimspielen jedoch zumeist nicht einmal eingewechselt. Dabei weist er mit vier Toren aus sechs Partien in der Startelf die mit Abstand beste Quote aller TSG-Stürmer auf.

Neuzugang Adam Szalai konnte bislang nicht wirklich überzeugen. Aktuell sitzt er eine Rotsperre ab, die ihm ein unnötiges Foul im Spiel gegen den FC Bayern einbrachte. Gegen Hannover ersetzte ihn nicht Modeste – schließlich war es ein Heimspiel – sondern Sven Schipplock, der eine aktive Partie ablieferte und an einem Treffer beteiligt war.

Eine echte Kaufempfehlung kann man für keine der drei Parteien aussprechen. Modeste weist zwar einen guten Punkteschnitt auf, spielt allerdings nur alle zwei Partien. Szalai hinkt bislang den Erwartungen hinterher, ist für sein Potenzial jedoch günstig zu bekommen. Noch günstiger ist Sven Schipplock, doch der steht in der allgemeinen Rangfolge nur auf Rang drei. Allesamt Kann-Entscheidungen mit Potenzial nach oben wie nach unten.

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