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RB Leipzig ist mit dem 3:0 gegen Gladbach gut in die Saison gestartet. Wir ordnen den Kader der Sachsen ein: Wer lohnt sich aktuell, wer nicht? Besonders interessant sind zwei Neuzugänge.
Unbedingt kaufen
Marc Guiu (5.610.000), Neil El Aynaoui (7.380.000), Assan Ouedraogo (4.110.000)
RB Leipzig hat am Sommer-Deadline Day noch einmal ordentlich Alarm auf dem Transfermarkt gemacht. Erst wurde die Verpflichtung von Marc Guiu vom FC Chelsea bekannt gegeben, kurz darauf die Leihe von Neil El Aynaoui von AS Rom. Neuzugänge dieses Formats steigen in den ersten Tagen traditionell in ihren Marktwerten, sodass beide Last Minute-Neuzugänge sich ohne großes Overpay in jedem Fall auszahlen sollten. El Aynaoui dürfte zudem mit dem Anspruch nach Sachsen gekommen sein, schnell zum Stammpersonal zu zählen. Bei der WM 2026 war der 25-jährige Stammspieler bei Marokko und dürfte das über kurz oder lang auch bei RB sein. Guiu dürfte zunächst eher Job-Sharing mit Gomis, Nkunku und Romulu betreiben, ist mit unter 6 Millionen Euro Marktwert aber auch noch nicht so richtig teuer bei Comunio.
In den letzten Wochen zeigte die Marktwertkurve von Assan Ouedraogo nur nach unten. Vor rund einem Monat verletzte sich der 20-jährige im Trainingslager an der Schulter. Jetzt steht er vor seinem Comeback und steigt in den Kampf um die Plätze im Mittelfeld ein. Ein Marktwert von knapp vier Millionen scheint deutlich zu niedrig für den jungen Leipziger, der für den Golden-Boy-Award nominiert war.
Aktuell gute Anlagen bei RB Leipzig
Johan Bakayoko (3.180.000), Ridle Baku (6.350.000), Ezequiel Banzuzi (3.920.000), Castello Lukeba (5.750.000), Antonio Nusa (11.800.000), Nicolas Seiwald (5.870.000), Maarten Vandevoordt (3.350.000)
Wir hatten Johan Bakayoko erst kürzlich unter den Kaufempfehlungen kurz vor dem 1. Spieltag, da er gute Chancen auf einen Platz in der Startelf hatte. Dort stand letztlich Rocco Reitz, der zu glänzen wusste, in nächster Zeit aber verletzt fehlen wird. Am 2. Spieltag also durchaus nochmal die Chance für Bakayoko, in der Startaufstellung zu landen und mit starken Leistungen zu überzeugen. Am 1. Spieltag bereits überzeugt hat Ridle Baku, der mit über 6 Millionen nicht mehr enorm günstig, aber fair bewertet erscheint und einiges an Punkte-Potenzial mitbringt.
Anders als Bakayoko stand Ezequiel Banzuzi zum Saisonstart in der ersten Elf und spielte ordentlich. Er soll langfristig in die Fußstapfen von Xaver Schlager treten. Mit El Aynoui und Ouedraogo hat Banzuzi natürlich namhafte Konkurrenz für das offensive Mittelfeld. Nach einer starken Vorbereitung dürfte Banzuzi gegenüber dem Neuzugang und dem zuletzt verletzten Ouedraogo zunächst aber noch die Nase vorn haben. Die Frage ist nur, wie lange.
In der Innenverteidigung ist Castello Lukeba bei RB Leipzig gesetzt. Direkt zum Saisonstart überzeugte er mit richtig starken 8 Punkten ohne eigenen Treffer gegen Gladbach. Der Führungsspieler hätte bei einem passenden Angebot im Sommer gehen dürfen. Da die RB-Verantwortlichen dieses nicht erreichte, geht Lukeba weiter für RB auf Punktejagd bei Comunio.
Antonio Nusa überzeugte mit 151 Punkten in der abgelaufenen Saison. Und einige Stimmen sagen: Der Linksaußen hat sein volles Potenzial noch gar nicht entfaltet. Der Norweger WM-Viertelfinalist geht inzwischen in seine dritte Saison bei RB und ist unangefochtener Stammspieler. Für unter 12 Millionen ist der Offensivspieler auf jeden Fall einen Blick wert.
Preis-Punkte-Potenzial in Ordnung
Christoph Baumgartner (4.980.000), Willi Orban (7.090.000), David Raum (7.950.000), Romulo (5.290.000)
Christoph Baumgartner befindet sich mit seinem Marktwert normalerweise in ganz anderen Sphären. Warum er aktuell mit unter 5 Millionen bewertet wird? Weil der Österreicher sich Anfang Juni am rechten Oberschenkel verletzte und erst im Laufe der Hinrunde wieder zurück erwartet wird. Wer die rund fünf Millionen übrig und trotzdem genug Spieler hat, könnte in den nächsten Wochen eventuell ein Schnäppchen machen – allerdings eines, für das noch etwas Geduld gefragt ist.
Willi Orban ist bei RB eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. Er ist seit Jahren der absolute Abwehrchef. Doch in diesem Sommer saß der 33-jährige bereits auf gepackten Koffern, ein Wechsel nach Saudi-Arabien stand unmittelbar bevor. Der Wechsel hätte ihm in zwei Jahren rund 15 Millionen Dollar netto eingebracht. RB-Boss Marcel Schäfer sprach jedoch ein Wechselverbot aus, da sich Neuzugang Abdoul Kone an der Schulter verletzte. Orban dürfte die Nase gegenüber Neuzugang Esteve derzeit vorn haben, ist mit über 7 Millionen aber auch nicht günstig und bringt auch einiges an Risiko mit sich.
Eher nicht kaufen von RB Leipzig
Maxime Esteve (4.040.000), Brajan Gruda (9.010.000), Benjamin Henrichs (1.920.000), Christopher Nkunku (14.590.000), Tidiam Gomis (3.510.000)
Die Bild titelte vor einigen Wochen über Orban-Konkurrent Esteve: „Kompany-Ex wird Abwehr-Boss bei Liga-Rivalen“. Der 24-jährige wurde für 25 Millionen Euro von den Sachsen verpflichtet und überzeugte in der Vorbereitung auf Anhieb. Zum 1. Spieltag fand er sich allerdings auf der Bank wieder, Platzhirsch Willi Orban durfte als rechter Innenverteidiger ran. Und genau hier ist das Problem: Als linker Innenverteidiger scheint Lukeba gesetzt, auf der rechten Seite muss sich Esteve mit dem langjährigen RB-Abwehrchef Orban duellieren. Solange sich nicht abzeichnet, dass Esteve dauerhaft die Nase vorn hat, lohnt er sich nicht.
Brajan Gruda ist ohne jeden Zweifel ein richtig starker Spieler, doch aktuell ist er leicht angeschlagen und hat im offensiven Mittelfeld ordentlich Konkurrenz und ist deutlich teurer als etwa Ouedraogo oder El Aynaoui. Daher würden wir ihn zum jetzigen Zeitpunkt eher nicht kaufen.
Benjamin Henrichs machte nach seiner Einwechslung am 1. Spieltag ein gutes Spiel, Ridle Baku hat als Rechtsverteidiger aber aktuell die Nase vorn.
Mit einem Marktwert von fast 15 Millionen ist Christopher Nkunku aktuell einfach zu teuer. Natürlich erinnern wir uns an seine Saison 2021/22, als er enorm starke 265 Comunio-Punkte erspielt hat. Diese Leistung ist jedoch einige Zeit her. Weder in England noch in Italien konnte Nkunku an seine Glanzzeiten aus Leipzig anschließen. Nun die Rückkehr, mit der auch viel Hoffnung verknüpft ist. Dennoch glauben wir, dass Nkunku sich für diesen Marktpreis nicht lohnt.
Tidiam Gomis durfte zuletzt im Sturmzentrum von RB starten. Sein Marktwert steigerte sich dadurch auf über 3,5 Millionen. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass Gomis über die ganze Saison hinweg gesetzt im Sturmzentrum der Sachsen sein wird und sein Marktwert dürfte dann wieder sinken.
Unbedingt verkaufen
Rocco Reitz (6.980.000), Max Finkgräfe (520.000), Viggo Gebel (160.000), Benno Kaltefleiter (190.000), Lukas Klostermann (460.000), Samba Konate (420.000), Abdoul Kone (780.000), Andrija Maksimovic (980.000), Orjan Nyland (470.000), Suleman Sani (160.000), Leopold Zingerle (160.000)
Rocco Reitz hat sich im Training am linken Oberschenkel verletzt und fällt die nächsten Wochen aus. Damit dürfte der Marktwert des 24-jährigen in nächster Zeit sinken.
Max Finkgräfe ist die nominelle Vertretung von Stamm-Linksverteidiger David Raum. Solange dieser fit ist, wird Finkgräfe nicht wirklich auf Spielzeit kommen. Abdoul Kone wurde für die Innenverteidigung geholt, der Youngster verletzte sich allerdings an der Schulter und fällt wochenlang aus. Ein Kauf macht derzeit keinen Sinn.
Auch nicht wirklich gute Aussicht auf viel Spielzeit hat der 19-jährige Andrija Maksimovic. Der Youngster ist technisch extrem talentiert, aber aktuell noch zu wenig robust. Es stand eine Leihe im Raum, bis zum Deadline Day ist aber nichts passiert. Ersatzkeeper Orjan Nyland dürfte ebenfalls nicht viel Spielzeit erhalten und ist zudem aktuell angeschlagen.































