Josip Drmic wechselt zu Borussia Mönchengladbach. Im Sturm der Fohlen soll er den abgewanderten Max Kruse ersetzen. An seine Zeit in Leverkusen denkt er nicht gern zurück – dafür freut er sich umso mehr auf „geilen Fußball“ unter seinem neuen Trainer.

Ein Jahr musste Max Eberl warten. Aber jetzt endlich, vor der Saison 2015/2016, hat Gladbachs Sportdirektor seinen Wunschstürmer an die Borussia gebunden – langfristig, bis 2019. Dafür war er bereit, tief in die Tasche zu greifen: Zehn Millionen Euro soll der 22-Jährige die Fohlen angeblich kosten.

Aber Eberl ist sich seiner Sache sicher: „Dass wir im letzten Jahr an Josip interessiert waren, zeigt, dass wir von ihm überzeugt waren und sind“, sagte er gegenüber „Sport1“: „Er ist mehr als ein Torschütze, sondern einer, der auch für die Mannschaft arbeitet.“

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Meistens kam er nur von der Bank

Vor einem Jahr hatte Josip Drmic der Borussia noch einen Korb gegeben und war vom 1. FC Nürnberg lieber zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt. Seine Empfehlung damals waren 17 Tore und drei Vorlagen in 33 Bundesliga-Spielen für den 1. FC Nürnberg. Bei Comunio ergab das stolze 123 Punkte.

Aber bei der Werkself blieb Drmic meist blass. Zwar stand der Schweizer in 25 Ligaspielen für Bayer Leverkusen auf dem Platz, dabei erzielte er sechs Tore und bereitete einen Treffer vor. Aber in 20 dieser 25 Spiele wurde er nur eingewechselt, manchmal nur für ein paar Minuten.

Über die vollen 90 Minuten ging er nur ein einziges Mal: bei der 1:4-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg am 4. Spieltag. Seine Comunio-Ausbeute in der abgelaufenen Saison betrug folgerichtig nur magere 40 Punkte.

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Bayer zu verlassen, fällt ihm leicht

Es ist zwar nicht unbedingt elegant, aber wegen seiner Situation vielleicht nachvollziehbar, dass Drmic seit der Bekanntgabe seines Wechsels über Bayer 04 nicht mehr in den höchsten Tönen spricht.

Zu „Sport1“ sagte er: „Die Entscheidung ist sehr, sehr schnell gefallen. Ich war unzufrieden bei meinem Ex-Verein. Ein Spieler will spielen. Ich war fast nur auf der Bank.“

Anders klingt das, wenn er über seine Perspektive bei der Borussia spricht. Bei seiner offiziellen Vorstellung sagte er: „Ich bin begeistert vom Verein. Sie spielen einen geilen Fußball!“ Und über seinen neuen Trainer Lucien Favre: „Ich habe richtig Bock, mit dem Trainer zu arbeiten. Mein Wunsch ist, dass er mich besser macht.“

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Wie gut passt Drmic in das System von Favre?

„Favre soll mich besser machen“: In einer Zeit, in der Fußballprofis rund um die Uhr makellos auf Hochglanz poliert sein müssen, klingt so ein Statement beinahe demütig. Und sollte der junge Schweizer den Satz nicht nur für die Mikrofone ausgerollt haben, sondern ihn wirklich so meinen, dann hat er sich mit Lucien Favre den richtigen Lehrmeister ausgesucht.

Denn Favre ist ein Stratege. Er arbeitet gerne mit jungen Spielern, die er gemäß seiner Idee und seiner Taktik formen kann. So ein Spieler ist Josip Drmic. So ein Spieler ist allerdings auch Branimir Hrgota, der 22-jährige Schwede, mit dem Drmic sich in Zukunft messen muss, und der über den Neuzugang zuletzt sagte: „Ich habe keine Angst vor Drmic.“

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Drmic muss zeigen, dass er das lange Warten wert war

Mit Max Kruse, der zur neuen Saison von Gladbach zum VfL Wolfsburg gewechselt ist, verliert die Borussia einen gefährlichen Stürmer: Elf Tore und neun Vorlagen hatte Kruse zum Saisonende gesammelt.

Das ist der Maßstab, mit dem sie in Gladbach das Tun von Josip Drmic beurteilen werden. Damit muss er leben. Und er muss das Vertrauen bestätigen, das Gladbachs Sportdirektor Max Eberl ihm entgegen bringt. Die Erwartungshaltung bei der Borussia dürfte jedenfalls riesig sein. Sie mussten ja schließlich lange genug auf Drmic warten.

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Autor: Marcus Erberich

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