Christopher Lenz, Max Kruse und Grischa Prömel (.v l.)

Foto: © imago images / Bernd König
Nach fünf Spielen ohne Sieg hat Union Berlin am 22. Spieltag wieder gewonnen. Die Stützen performen konstant, das Lazarett lichtet sich. Wer hat die Nase vorn, wenn alle Spieler fit sind? Die Kaderanalyse.

Union Berlin war für viele die Überraschung der Hinrunde. Doch auf einen langen Höhenflug folgte eine Durststrecke von fünf Spielen, die die Eisernen nicht gewinnen konnten. Das hatte auch mit zahlreichen Ausfällen auf mehreren Positionen zu tun – Kruse, Lenz, Prömel & Co. lassen grüßen.

Nun lichtet sich das Lazarett. Einige der Stützen sind schon wieder zurück und halfen beim Auswärtssieg in Freiburg mit, andere werden spätestens Anfang März wieder erwartet. Wie sieht Urs Fischers Anfangsformation aus, wenn alle fit sind?


Abwehr: Dreierkette mit Schlotterbeck

Zu Saisonbeginn setzte Fischer noch auf eine Viererkette, schon im Laufe der Hinrunde stellte er zurück auf drei Innenverteidiger. Neben dem starken Marvin Friedrich, der schon an der 100-Punkte-Marke im Managerspiel kratzt, und dem grundsoliden Robin Knoche ist Nico Schlotterbeck seit seiner Rückkehr wieder gesetzt.

Ein Schönheitsfehler unterlief der Freiburger Leihgabe, der Platzverweis in Mainz zwang Schlotterbeck zu einer weiteren kurzen Pause. In seinen anderen fünf Einsätzen trug er 29 Comunio-Punkte zusammen, fast sechs pro Spiel. Die Dreierkette steht, Florian Hübner ist der erste Ersatz.

Indes spielt Christopher Trimmel auf der rechten Seite wieder seinen Stiefel runter und punktet stark. Das gilt auch für Christopher Lenz auf links, den Mann, der im Sommer nach Frankfurt wechseln wird. Verschwörungstheoretiker sahen in den muskulären Problemen des 26-Jährigen eine disziplinarische Maßnahme infolge des verkündeten Wechsels, doch nun ist Lenz wieder fit und mischt bis Saisonende kräftig mit.

 

 
 
 
 
 
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Mittelfeld: Prömel vor Gentner

Wegen einer Entzündung verpasste Grischa Prömel zwei Spieltage, Christian Gentner übernahm seinen Platz auf der Doppelsechs neben Robert Andrich. Genau wie Linksverteidiger Lenz kehrte auch Prömel am 22. Spieltag in die Startelf zurück, Gentner und Gießelmann verloren ihre Plätze.

Das Ergebnis gibt dem Trainer recht: Prömel erzielte beim 1:0 in Freiburg das entscheidende Tor und ist einer der großen Gewinner des Spieltags. Der 26-Jährige hat dabei die 50-Punkte-Marke geknackt, sein Mittelfeldpartner Andrich steht sogar bei 75 Zählern. Wie die Abwehr ist auch das zentrale Mittelfeld bei Union Berlin klar sortiert.

Sturm: Die Optionen kehren zurück

Wurden Prömel, Lenz und Schlotterbeck noch eins zu eins ersetzt, gestaltet sich die Auswahl der Angreifer für Urs Fischer umso schwieriger. Für drei Positionen hat der Trainer, wenn alle fit sind, gut zehn Spieler zur Verfügung. In den letzten Wochen fehlten aber zumeist drei bis fünf dieser Spieler – allen voran Max Kruse, der Star der Mannschaft.

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Dieser kehrt nun zurück und dürfte ab nächster Woche wieder seinen Platz als hängende Spitze einnehmen. Marcus Ingvartsen startete zuletzt immer und hat vorerst gute Chancen, neben Kruse gesetzt zu bleiben. Bülter, Teuchert und Endo müssen sich wohl hinten anstellen.

Bei der Wahl des klassischen Mittelstürmers muss sich der stark ins Offensivspiel eingebundene Taiwo Awoniyi nach vielen vergebenen Großchancen wieder strecken. Nun fällt Awoniyi mit einer Muskelverletzung wohl länger aus, sodass der wieder genesene Joel Pohjanpalo gute Chancen hat. Neuzugang Petar Musa ist eigentlich die Nummer drei, könnte aber auch von Awoniyis Verletzung profitieren.

Eine weitere Option auf der Warteliste ist Sheraldo Becker, der eine starke Hinrunde spielte. Aktuell laboriert der Flügelstürmer an einer hartnäckigen Entzündung, das Datum seiner Rückkehr ist unklar – vielleicht nächste Woche, vielleicht auch erst im März. Sobald Becker fit ist, hat Fischer auch die Möglichkeit, ganz auf einen echten Mittelstürmer zu verzichten oder beide offensiven Flügel zu bekleiden. Anders als in der Defensive ist Rotation im Angriff wahrscheinlich.

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