Mathys Tel trifft für den FC Bayern München

Foto: © imago images / Sven Simon
Mathys Tel, Noussair Mazraoui und Xaver Schlager feierten Startelf-Premieren für den FC Bayern München und RB Leipzig. Wer hat Chancen, seinen Platz zu verteidigen – und für wen wird es erst einmal die einzige Nominierung bleiben?

Mathys Tel: Beim FC Bayern im erweiterten Stammkreis?

Falls es noch Zweifel daran gab, dass Mathys Tel gleich in seiner ersten Saison beim FC Bayern München regelmäßig spielen würde, so sind diese mit dem Spiel gegen den VfB Stuttgart zumindest geschrumpft. Es war die erste Startelf-Performance des 17-Jährigen in der Bundesliga, und sie hätte sicherlich schlechter laufen können.

Beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart erzielte Tel seinen zweiten Pflichtspiel-Treffer, der ihn zum jüngsten Bundesliga-Torschützen in der Geschichte des Rekordmeisters macht. Er löst damit seinen Teamkollegen Jamal Musiala ab, der bei seinem ersten Treffer 69 Tage älter war.

Freilich funktionierte noch nicht alles, Tel steht aber auch erst am Anfang seiner Entwicklung. In der herausragend besetzten Offensive des FC Bayern Einsatzzeit zu bekommen, ist nicht leicht. Wir rechnen aber damit, dass Tel über die Saison hinweg häufig als Joker und sporadisch auch von Beginn an spielen wird. Auf den gelungenen Start lässt sich aufbauen.


Mazraoui mit guter Leistung, aber mäßigen Karten

Wer Benjamin Pavard bei Comunio hat, wird sich am Samstag geärgert haben. Im Zuge der Rotation saß der Franzose 90 Minuten lang auf der Bank, während Noussair Mazraoui zum ersten Mal von Beginn an spielte. Zuvor hatte der Marokkaner zwei Ligaspiele nacheinander ohne Einsatzminute erlebt – ebenso wie den Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand.

Das ist für den 24-Jährigen zu wenig, schließlich kam er im Sommer mit Stammplatz-Ambitionen von Ajax Amsterdam zum FC Bayern. Diese Ambitionen untermauerte er mit guten 60 Minuten gegen den VfB Stuttgart. Mazraoui bereitete das 2:1 durch Jamal Musiala vor, gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe, spielte nur vier Fehlpässe und nahm sieben Comunio-Punkte mit.

So weit, so gut – aber wie steht es um seine langfristigen Chancen? Alles in allem hat Pavard nach seinem hervorragenden Saisonstart immer noch die Nase vorn. Auf der Rechtsverteidiger-Position ist mit Einwechslungen weniger zu holen als in der Offensive.

Dennoch ist Mazraoui ein Schritt nach vorne zu attestieren, insbesondere mit seinen Offensivqualitäten kann er im Laufe der Saison noch zu einem wichtigen Faktor werden. Bei Comunio ist sein Marktwert von zwischenzeitlich 12 auf 3,5 Millionen gesunken, nun geht es wieder ein bisschen bergauf. Gegen Augsburg ist aber wieder mit Pavard in der Startelf zu rechnen.

 

RB Leipzig: Schlager profitiert vom Trainerwechsel

Kaum ein Spieler dürfte sich über den Trainerwechsel bei RB Leipzig so sehr freuen wie Xaver Schlager. Mit vielen Hoffnungen aus Wolfsburg gekommen, hatte der Mittelfeldspieler in den ersten fünf Ligaspielen der Saison nur neun Minuten auf dem Platz verbracht. Domenico Tedesco war offensichtlich kein großer Fan des Österreichers.

Das ist bei Marco Rose anders, der bereits in Salzburg zwei Jahre lang mit Schlager erfolgreich zusammenarbeitete. Der neue Leipzig-Trainer startete gegen den BVB gleich mit Schlager neben Konrad Laimer auf der Doppelsechs. Mit einem 3:0-Erfolg stoppte der Pokalsieger die Talfahrt eindrucksvoll.

Individuell muss Schlager aber noch drauflegen, um seinen Platz zu halten. Eine Zweikampfquote von rund 24 Prozent sowie unterdurchschittliche Passwerte drückten ihn auf einen Minuspunkt im Managerspiel. Alles in allem ist die jüngste Entwicklung dennoch positiv zu sehen, insbesondere die Zusammenarbeit mit Rose erhöht Schlagers Comunio-Potenzial. Jetzt muss er es noch auf den Platz bringen – die Chancen dürfte er bekommen.

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Tom Krauß vom FC Schalke 04

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